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Die zwischen 1220 und 1307 erbaute Liebfrauenkirche ist nach dem Naumburger Dom das bedeutendste kirchliche Bauwerk Thüringens aus der romantisch-gotischen Übergangsperiode. Beachtenswert ist auch der spätgotische Flügelaltar im Inneren der Kirche.
Die Bürgerhäuser rund um den Markt- und Riedplatz (16./17. Jahrhundert) prägen den historischen Stadtkern Arnstadts. Das nach holländischem Vorbild gestaltete Rathaus ist hierbei besonders hervorzuheben.
Der Neutorturm wurde nachträglich in die Stadtmauer Arnstadts eingelassen und 1418 erstmals urkundlich erwähnt. Früher fungierte er als Wohnung des Feuerwächters.
Das denkmalgeschützte Ensemble des Pfarrhofes schmiegt sich an die Oberkirche, die ursprünglich Franziskanerkirche hieß. Als jedoch 1538 die Franziskaner die Stadt verließen, übernahmen die Lutheraner das Gotteshaus.
Eines der Wahrzeichen der Stadt ist das Riedtor, das man auch 'Tor zum Thüringer Wald' nennt. Die Kirche auf dem Ried wurde 1369 zum ersten Male erwähnt. Nach der Reformation wurde das Kirchengebäude für weltliche Zwecke genutzt.
Einmalig und sehenswert ist die im Schlossmuseum befindliche barocke Puppenstadt 'Mon Plaisir'. In dieser Miniaturstadt aus mehreren Häusern und über 80 Stuben wird das Leben einer kleinen Residenzstadt aus dem 18. Jahrhundert dargestellt.
Am Besten erhalten ist der Turm des ehemaligen vierflügeligen Wasserschlosses, das 1553 bis 1560 im Renaissancestil umgebaut wurde. Der Turm ist mit seinen 65 m Bauhöhe das Wahrzeichen der Stadt.
Das 'Haus zum Palmenbaum' wurde 1589 errichtet. Seit 1979 sind in dem Gebäude das Stadtmuseum, die Bachgedenkstätte und ein Literatenkabinett für Marlitt, Ludwig Bechstein, Willibald Alexis und Wilhelm Hey untergebracht.