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Gourmetreise durch Deutschland

Deutschlands Regionen bieten eine Fülle an kulinarschen Genüssen, welche die jeweiligen Besonderheiten der Gegend widerspiegeln. Plane hier deine kulinarische Reise durch die deutschen Regionen und lass dich von typischen Gerichten inspirieren.

Badische Küche

Die Region Baden weist innerhalb Deutschlands die höchste Dichte an Sterne-Restaurants auf. Im stetigen, kulinarischen Austausch mit seinem unmittelbaren Nachbarn, dem französischen Elsass, hat sich die badische Küche zu einer der Besten Deutschlands gemausert. Auch die Weine der Region müssen den direkten Vergleich mit den Spitzentropfen aus aller Welt nicht scheuen.

Bayrische Küche

Vor allem Fleisch spielt im Speiseplan der Bayrischen Küche eine übergeordnete Rolle. Über die Kreation von Gerichten hinaus, zeigten sich die Bayern allerdings auch hinsichtlich der Einführung neuer Mahlzeiten kreativ und erfanden kurzerhand die Brotzeit, womit ein meist deftiger Imbiss beschrieben wird, der sich bequem zwischen Frühstück und Mittagessen oder Mittagessen und Abendbrot einschieben lässt.

Berliner Küche

Die Küche der Hauptstadt ist in ihrem Ursprung rustikal, schlicht und vor allem sättigend. Von den mannigfaltigen Einflüssen der Einwanderer aus Schlesien, Böhmen oder auch der Hugenotten geprägt, bediente sich die Berliner Küche an dieser Vielfalt, um sie vereinfacht in neue Rezepte zu übertragen. Zu diesem kulinarischen Mix gesellten sich dann später Akzente, die aus der italienischen oder auch orientalischen Küche übernommen wurden.

Brandenburger Küche

Ähnlich wie die Berliner ist auch die Brandenburger Küche von den verschiedenen kulinarischen Eigenheiten der Einwanderer aus Schlesien, Ostpreußen oder auch Frankreich beeinflusst worden. Hohen Stellenwert in den brandenburgischen Töpfen genießt die Kartoffel. Deren Anbau setzte Friedrich der Große 1750 durch und der Erdapfel trat nach anfänglichen Startschwierigkeiten, seinen Siegeszug durch die kulinarische Landschaft Brandenburgs an.

Bremer Küche

Bremens kulinarische Kreationen sind stark von der geografischen Lage des Stadtstaates geprägt. Als Hafenstadt war das Angebot an frischem Fisch aus Nordsee und Weser stets umfangreich und der weltweite Handel der Hansestadt bescherte der regionalen Küche schon sehr früh Kontakt zu Gewürzen aus aller Welt. Aber auch nicht maritime Zutaten wie Rind- und Schweinefleisch oder auch Geflügel sind feste Bestandteile der Bremer Küche.

Erzgebirgische Küche

Der namensgebende Erzabbau in der Region fand auf Umwegen auch Widerhall in der traditionellen Küche des Erzgebirges. So lockte das Berggeschrey, das umgangssprachlich den Fund neuer Erzvorkommen beschrieb, immer wieder neue Einwanderer in die Region, wodurch die Küche nachhaltig von verschiedensten Einflüssen profitierte.

Fränkische Küche

Die Fränkische Küche ist sowohl für herzhafte als auch süße Speisen überregional bekannt. Speziell Nürnberger Bratwürste und Lebkuchen haben es weltweit zu großer Beliebtheit geschafft. Ebenso vielfältig ist Franken hinsichtlich seiner flüssigen Genussmittel. So bezeichnet man die ober- und mittelfränkischen Regionen auch als Bierfranken und die Weinanbaugebiete in Unterfranken als Weinfranken.

Hamburger Küche

Rote Meilen und die stetig fließenden Wasserstraßen der Alster halten den Stadtstaat Hamburg ständig in Bewegung. Über den zweitgrößten Seehafen Europas treffen hier täglich Güter und kulturelle Einflüsse aus aller Welt ein. Geprägt durch stürmisches und nasskaltes Wetter, zeichnet sich die regionale Küche durch einen Mix aus deftigen Zutaten und der süßsauren Note von Früchten aus.

Hessische Küche

Die Hessische Küche ist sehr vielseitig. Viele hessische Regionen brachten im Lauf der Geschichte ihre eigenen Rezepte hervor und wurden dann in den Korpus der Hessischen Küche übernommen. So entwickelte sich die nordhessische Küche eher in Anlehnung an die kulinarischen Eigenheiten Thüringens, wohingegen die südhessische Küche stärker von der fränkischen und rheinhessischen Küche beeinflusst wurde.

Küche aus Meckpomm

Durchaus deftig, aber auch vielseitig ist der Gabentisch der Küche Meckpomms bestückt. Geräuchertem Fisch wie Aal, Makrele oder Forelle wird allerdings ein Ehrenplatz zwischen den anderen regionalen Köstlichkeiten zuteil. Tief in der kulinarischen Geschichte Meckpomms verankert, zeugen eine Reihe von Räucherbuden an den Straßenecken des heutigen Meckpomms von der nach wie vor ungebrochenen Aktualität der Spezialität.

Niedersächsische Küche

Unter die Niedersächsische Küche fallen mehrere regionale Küchen, wie z.B. die Ostfriesische oder die Oldenburger Küche, die sich allerdings alle durch ihre bodenständige, deftige Art auszeichnen. Als Beilage genießt hier die Kartoffel in all ihren Variationen absolute Priorität. Und in den küstennahen Regionen spielt natürlich auch frischer Fisch eine tragende Rolle im Speiseplan.

Pfälzer Küche

Im Kontrast zu den anderen regionalen Küchen Deutschlands mag man es in der Pfalz auch mal gerne etwas schärfer und kräftiger gewürzt. Mit dem benachbarten Elsass hingegen teilt sich die Pfälzer Küche vor allem während der kalten Jahreszeiten seine Vorliebe für Sauerkraut. Ebenso fleischliebend wie viele andere Küchen Deutschlands, gilt Fisch in der Pfälzer Küche traditionell als Fastenspeise.

Pommersche Küche

Fruchtbare Böden, reichhaltige Gewässer und eine durch die pommersche Gans berühmt gewordene Geflügelzucht ermöglichten den Bauern der Region, sich als Selbstversorger eine gewisse kulinarische Souveränität zu erwirtschaften. Auf den heimischen Höfen wurde der Überschuss der Eigenproduktion dann in Räucherkammern und Einweckgläsern konserviert und für schwerere Zeiten verwahrt.

Rheinische Küche

Eine der wiederkehrenden Nuancen in der Rheinischen Küche ist die Kombination deftiger Zutaten mit süßen und sauren Noten. So weisen Kochbücher zur Rheinischen Küche häufig Braten- und andere Fleischrezepte auf, die entweder mit einer Soße oder anderen Komponenten süßsauer abgeschmeckt werden. Hinsichtlich ihrer Beilagen zeigt sich die Rheinische Küche bodenständig und setzt vor allem auf eine Vielzahl von Kartoffelvariationen.

Saarländische Küche

Reichhaltige Kost dominiert den Speiseplan der Saarländischen Küche. Die Arbeiter in der Industrie, den Bergwerken und Landwirtschaft mussten mit jeder Mahlzeit ausreichend Energie zu sich nehmen, um ihr anstrengendes Tagewerk zu bewältigen. Kartoffeln, Zwiebeln, Lauch, Bohnen und andere Hülsenfrüchte bilden die wiederkehrenden Konstanten im Beilagenkabinett der saarländischen Küche.

Sachsen-Anhalt

Die ausgezeichneten Bodenkulturen Sachsen-Anhalts stellen der Küche der Region eine große Auswahl an landwirtschaftlichen Erzeugnissen zur Verfügung. Verschiedene Gemüsearten, Käsekreationen und Zuckerrüben bereichern hier den kulinarischen Gabentisch. Aufgrund seiner landschaftlichen Gegebenheiten entwickelte der Harz innerhalb Sachsen-Anhalts eine gewisse kulinarische Eigenständigkeit.

Sächsische Küche

Ebenso wie die Regionen, sind auch die Gerichte der Sächsischen Küche sehr verschieden. Seit dem 13. Jahrhundert ein Knotenpunkt verschiedener Handelsstraßen ist die Leipziger Küche gleichermaßen von internationalen wie nationalen Einflüssen geprägt worden. So trafen in sächsischen Töpfen schon häufig Bodenständiges und Ungewöhnliches aufeinander. Bislang hat die Experimentierfreude noch immer ein köstliches Ende genommen.

Schlesische Küche

Die schlesische Küche ist seit jeher ein kulinarisch-kulturelles Gemeinschaftsprojekt Deutschlands und Polens. Als Küche einer Grenzregion vereint sie in sich zahlreiche Einflüsse der böhmischen, österreichischen und sächsischen Küche. Immer wieder neue Inspirationen sammelnd, verarbeitete die Schlesische Küche die bekannten Rezepte weiter, um neue aus ihnen abzuleiten.

Schleswig-Holsteiner Küche

Ob zu See oder auf dem Feld, traditionell war der Alltag der Schleswig-Holsteiner vor allem von schwerer, körperlicher Arbeit geprägt. Ein Umstand, der sich in den Gerichten der regionalen Küche widerspiegelt. Um auch längere Pausen zwischen den Mahlzeiten gut verkraften zu können, musste die Ernährung ebenso gut wie gehaltvoll sein. Als eine ihrer Charakteristika entwickelte die Küche die sog. Brooken Sööt (Gebrochene Süße).

Schwäbische Küche

Anders als die von Frankreich beeinflusste Küche, des häufig ungeliebten Nachbarn Baden, zeichnet sich die schwäbische Küche durch Bodenständigkeit und wohl abgestimmte Zutaten aus. Eierteigwaren in verschiedensten Variationen bilden hier die Basis für immer wieder neue Ideen. Maultaschen, Spätzle und Knöpfle, Schupfnudeln und Pfannkuchen sind nur einige der Klassiker, die diese Küche hervorgebracht hat.

Thüringer Küche

Der Waldreichtum im Raum Thüringen sowie die große Anzahl an Obst- und Gemüseanbaugebieten im Landesinneren prägen die regionale Kulinarik. Bodenständige Hausmannskost trifft hier auf fruchtige Gerichte. Zu den populärsten Fleischkreationen zählen verschiedene Wurst- und Wildspezialitäten, die häufig mit gehaltvollen Soßen abgeschmeckt werden. Die Brauereien in Erfurt, Altenburg oder Bad Köstritz sorgen für die passende Flüssignahrung.

Westfälische Küche

Als verlängerter, kulinarischer Arm der norddeutschen Küche gleicht die Westfälische Küche den mangelnden Fischreichtum durch bodenständige Raffinesse aus. Fleisch findet Verarbeitung in zahlreichen Bratenrezepten, Gemüse kommt in allen Formen auf den Teller und als Beilage geben sich Kartoffel- und Nudelvariationen die Hand. Bei so viel Abwechslung kommt erst gar keine Sehnsucht nach Fisch auf.

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