Die schönsten Wildparks in Deutschland – Der Wildnis ganz nah

Wildgehege bieten eine tolle Möglichkeit, mit der ganzen Familie einen besonderen Tagesausflug in der Natur zu erleben. Dort können wilde Tiere in naturnahen Gehegen bestaunt werden. Besonders Kinder finden es spannend, die heimischen Wildtierarten aus nächster Nähe zu beobachten und vielleicht sogar zu füttern. Deutschlands Tierparks mit ihrer großen Artenvielfalt beherbergen Rehe, Füchse oder Greifvögel, aber auch Wölfe, Luchse oder Wisente. Für besondere tierische Begegnungen stellen wir dir hier einige der sehenswertesten Wildparks in Deutschland vor.

Vater, Mutter und Kind füttern eine Ziege
© Halfpoint/AdobeStock

Eine Auswahl der schönsten Wildparks

Wildpark Schorfheide

Der Wildtierpark in der Nähe von Berlin liegt im Naturpark Schorfheide-Chorin. Er beherbergt ausschließlich heimische Wildtierarten. Außerdem genießen hier einige vom Aussterben bedrohte Haustierrassen wie das Wollschwein Schutz. Rotwild, Damwild, Schwarzwild, Wisente, Elche und das Przewalski-Pferd sind ebenso anzutreffen wie Mufflons (Wildschafe) und Wolf-Fischotter.

Auf einem 7 km langen System von Wanderwegen könnt ihr die Tiere in ihren Wildgehegen beobachten. Aufgrund der Größe der Gehege ist es allerdings gut möglich, dass man auf die Tiersichtungen lange warten muss. Also: Geduld und Glück mitbringen.

Ein eigener Kinderspielplatz bietet den ganz Kleinen die Möglichkeit zum ausgiebigen Toben. Der Wildpark will außerdem mit Führungen und Workshops das Bewusstsein für den Natur- und Umweltschutz sensibilisieren.

Zu den Highlights gehören tägliche Schaufütterungen, z.B. von Luchsen und Ottern, Planwagenfahrten durch den Park sowie ein angrenzender Kletterwald. Hunde dürfen an der Leine mitgeführt werden.

Eintrittspreise:
Erwachsene: 8,00 €
Ermäßigte: 5,50 €
Führungen: 30,00 €

Gruppenrabatt ab 10 Personen:
Erwachsene: 7,00 €
Ermäßigte: 4,50 €
Kinder unter 4 Jahren haben freien Eintritt.
Nur Barzahlung möglich.

Wildpark Lüneburger Heide

Einer der größten Tierparks Deutschlands beherbergt auf über 60 Hektar mehr als 1.200 Tiere aus 140 verschiedenen Arten, darunter fast alle in Deutschland angesiedelten Wildtiere. Außerdem sind auch exotischere Tiere aus den nördlichen Breiten Asiens und Amerikas angesiedelt. Alte und seltene Haustierrassen, wie Poitou-Esel oder Girgentana-Ziegen, ergänzen die Artenvielfalt.

Der Park bietet vielfältige Aktivitäten für die ganze Familie: In Streichelgehegen dürfen Kinder die Ziegen, Esel und das Damwild füttern. Die aufwändige Greifvogel-Show ist eines der Highlights. Und der Abenteuerspielplatz lässt jedes Kinderherz höher schlagen. Außerdem bietet der Tierpark verschiedene Themen-Führungen an und veranstaltet Abendwanderungen, Familienfeste und mehr. Für den kleinen und großen Hunger während des Besuchs gibt es zwei Restaurants im Park sowie diverse Imbisse.

Adresse: Wildpark 1, 21271 Nindorf-Hanstedt

Öffnungszeiten: Der Park ist ganzjährig geöffnet.

1. März bis 31. Oktober
8.00 Uhr bis 19.00 Uhr
(Kassenschluss 17.30 Uhr)

1. November bis 28. Februar
9.30 Uhr bis 16.30 Uhr
(Kassenschluss 15.30 Uhr)

Sonderöffnungszeiten: 24.12. und 31.12.
9.30 bis 15.00 Uhr
(Kassenschluss um 14.00 Uhr)

Eintrittspreise:

Einzelpreise
Erwachsene 12,00 €
Kinder (3 – 14 Jahre) 10,00 €
Hund 1,00 €

Familienkarten
2 Erwachsene / 2 Kinder 42,00 €
2 Erwachsene / 3 Kinder 51,00 €
jedes weitere Kind 9,00 €
Bollerwagen 4,00 €

Gruppenpreise – (ab 20 Personen)
Erwachsene 11,00 €
Kinder (3 – 14 Jahre) 9,00 €

Seehundstation Nationalpark-Haus

Auffangstation für verwaiste Seehunde

Ist die Seehundstation Nationalpark-Haus auch kein Wildpark im eigentlichen Sinne, liegt ihr dennoch der Schutz des gesamten niedersächsischen Wattenmeers als Biosphärenreservat und Weltnaturerbe besonders am Herzen. Hier werden jährlich bis zu 150 verwaiste Seehunde gerettet und aufgezogen.

Spannende Ausstellungen und Veranstaltungen begeistern die Besucher für diese besonderen Meereslebewesen. Beobachte die Tiere mit eigenen Augen und lass dir von den Mitarbeitern den Arten- und Naturschutz in der Region näherbringen. Du kannst sogar bei der Fütterung der geretteten Seehunde zusehen.

Hintergrund: Nachdem in den sechziger Jahren der Seehundbestand zurückgegangen war, wurde 1971 die Seehundaufzuchtstation gegründet, um verwaiste Jungtiere aufzuziehen und wieder auszuwildern. Bis heute werden gestrandete Heuler, die ohne ihre Mutter nicht überleben würden, in der Station im Norder Stadtteil Norddeich aufgepäppelt.

Eine Robbe am Strand
© amy-asher/Unsplash

Eintrittspreise:
Erwachsene: 7,00 €

Kinder (4 bis 17 Jahre): 4,00 €

Familienkarte (2 Erw. + Kinder): 19,00 €

Gruppenpreise ab 15 Personen.:
Erwachsene: 5,50 €
Kinder: 3,00 €

Ermäßigter Eintritt*:
Erwachsene: 6,00 €

* (Schwerbehinderte, Studenten, Rentner, BFD und FÖJ/FSJ)

Wildpark Bad Mergentheim

Mehr als 70 europäische Tierarten leben in dem beliebten Wildpark in Baden-Württemberg, darunter Wölfe, Braunbären, Adler, Luchse und Steinböcke. Wie in den meisten Tierparks mit großen Gehegen muss man auch hier etwas Geduld mitbringen, bis man das eine oder andere scheue Tier erblickt. Dennoch lohnt sich das Warten, denn hier gibt es unter anderem eines der größten Wolfsrudel Europas zu bestaunen. Ihr könnt auch live bei einer Fütterung dabei sein und mehr über diese beeindruckenden Tiere erfahren.

Der Rundweg durch den Wildpark ist übrigens auch für Rollstuhlfahrer geeignet. Weitere Highlights des Parks sind die Flugshows mit Greifvögeln und der Streichelzoo. In der “Koboldburg” finden Klein und Groß eine Fantasiewelt mit Übernachtungsmöglichkeit.

Adresse: Wildpark 1, 97980 Bad Mergentheim

Öffnungszeiten:
16. März bis 03. November täglich von 09:00-18:00 Uhr
Winteröffnungszeiten: 04. November bis 13. März nur an Wochenenden und an allen Feiertagen von 10:30 Uhr bis 17:00 Uhr

Weitere Infos zum Wildpark Bad Mergentheim

Eintrittspreise:
Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahre: 11,00 €
Kinder 3 bis 14 Jahre: 7,50 €

Schwerbehinderte (nur mit Ausweis):
Erwachsene 10,00 €
Kinder 6,50 €
Rollstuhlfahrer / Blinde: frei

Tierfreigelände im Nationalparkzentrum Lusen

Das Nationalparkzentrum Lusen ist eine Besuchereinrichtung im Nationalpark Bayerischer Wald. Im Tierfreigelände des Nationalparkzentrums können das ganze Jahr über Tiere beobachtet werden. Rund 40 Tierarten sind in großen, naturnahen Anlagen untergebracht.

Interaktive Ausstellungen geben einen Einblick in Flora und Fauna des Nationalparks und dessen Philosophie „Natur Natur sein lassen“. Barrierefreie und gut beschilderte Wege führen durch den rund 7 Kilometer langen Rundweg. Auf speziellen Rundgängen wird Nationalpark-Wissen auch kindgerecht vermittelt. Ein Café und eine Waldwirtschaft sorgen für die verdiente Stärkung.

Ein kleiner Wasserfall im Wald

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Wildpark und einem Zoo?

In Wildparks findet man überwiegend einheimische Wildtiere, vielleicht noch einige Haustierrassen. In Zoos hingegen leben auch exotische Tiere. Außerdem verfügen Wildparks meist über besonders großflächige Gehege.

Wildpark Poing

In der Nähe von München befindet sich der aus einer Privatinitiative gegründete Wildpark Poing mit großem Freigehege und einer 4 km langen Wanderroute. Hier sind die verschiedensten heimischen Tierarten zu beobachten, von Hirschen und Rehen über Ziegen und Ponys bis hin zu Wölfen und Luchsen.

Alle Gehege im Tierpark sind naturnah gestaltet und dem natürlichen Lebensraum der Tiere nachempfunden. Nach dem Spaziergang im Wildpark lädt eine weitläufige Picknick-Wiese mit Kiosk und Sitzgelegenheiten zum Ausruhen ein. Kinder können sich auch auf dem daneben gelegenen großen Spielplatz austoben.

Besondere Attraktionen im Park sind die Greifvogelvorführungen und die Braunbärin Mia mit ihren drei Töchtern Maja, Mette und Molly.

Adresse: Osterfeldweg, 85586 Poing

Öffnungszeiten:
Der Park ist ganzjährig geöffnet.
Sommer (01.04.-01.11.): 09:00-17:00 Uhr
Winter (02.11.-31.03.): 09:00 - 16:00 Uhr

Weitere Infos zum Wildpark Poing

Eintrittspreise:
Tageskarte einzeln:
Erwachsener: 10,00 €
Kind 3-14 Jahre: 6,00 €
Ermäßigt (Schüler, Student, Rentner): 8,50 €
Menschen mit Behinderung (mit Ausweis): 6,00 €
Vergünstigte Tageskarten für Gruppen sowie Jahreskarten sind ebenfalls erhältlich.

Wildpark Pforzheim

Der Wildpark Pforzheim hält mitteleuropäische Wildtiere in naturnahen Gehegen und artgemäßen Sozialgruppen. Zu sehen sind Fischotter, Elche, Luchse, Rehwild, Rentiere und viele mehr. Ein eigener Kinderbauernhof und ein Streichelzoo sind besonders bei den Kindern sehr beliebt, ebenso wie der Waldklettergarten und ein Baumhaus mit Rutsche.

Der Eintritt in den Tierpark ist frei. Lediglich wer mit dem Auto anreist, bezahlt eine kleine Parkgebühr in Höhe von 3 bis 5 Euro. Das lohnt sich allein schon für das großzügige Luchsgehege oder die Waschbären- und Fischotteranlage im Zentrum des Parks.

Adresse: Tiefenbronner Straße 100, 75175 Pforzheim

Öffnungszeiten: täglich von 7 bis 20 Uhr, lediglich der Streichelzoo und Kinderbauernhof werden bereits gegen 17 Uhr geschlossen.

Eintrittspreise:
Montag bis Freitag: 3 € pro Auto (3 Stunden)
Sa, So sowie Feiertag: 5 € pro Auto (3 Stunden)

Weitere Infos zum Wildpark Pforzheim

Schulausflug mit Kindern in einem Kletterpark
© Angelov/AdobeStock

Die wichtigsten Infos rund um deinen Besuch im Wildpark

Naturschutz

Tiere und Pflanzen brauchen Rückzugsgebiete, in denen sie ungestört leben können. Tierparks haben es sich unter anderem zur Aufgabe gemacht, diese Rückzugsmöglichkeiten zu bieten. Deswegen arbeiten zahllose Mitarbeiter ehrenamtlich und hauptberuflich für den Schutz von Flora und Fauna in Wildparks. Jeder der einen Tierpark besucht, sollte sich bemühen, diese Einstellung zu unterstützen.

Für Besucher gilt daher die Devise: Entsorgt euren Müll also nur in den dafür aufgestellten Behältern. Dies gilt auch für Zigarettenkippen. Alternativ könnt ihr euren Abfall, z.B. vom Familienpicknick, auch in Tüten sammeln und später im Mülleimer entsorgen.

Hunde im Tierpark

Auch für Hunde ist ein Besuch im Wildpark ein ganz besonderes Erlebnis. Die meisten Wildparks begrüßen es daher, wenn Besucher ihre vierbeinigen Freunde mitbringen. Generell sind diese aber an der Leine zu führen! Das hat mehrere Gründe:

  • Auf andere Besucher soll Rücksicht genommen werden.
  • Tiere im Wildpark sollen nicht in Panik geraten.
  • Tiere in der Nähe der Gehwege können für Hund und Mensch gefährlich werden.

Bitte haltet euch deshalb an die Vorschriften und führt eure Hunde nur an der Leine im Tierpark mit euch.

Füttern der Tiere

Das Füttern der Tiere ist in den meisten Wildparks gestattet. Trockenes Brot und Eicheln eignen sich gut für Rot- und Damwild. Auf andere mitgebrachte Nahrung zum Füttern solltest du aber verzichten, da die Tiere ansonsten krank werden könnten. Einige Tierparks gestatten nur das Verfüttern von im Park selbst angebotenem Futter. Benutze in dem Fall bitte ausschließlich das Futter, das du dort kaufen kannst!

Fotografieren

Zwei Hiker helfen sich gegenseitig übern Hügel

Das Fotografieren der Natur und der Tiere im Park zum privaten Gebrauch ist in der Regel gestattet. Solltest du die Fotos kommerziell einsetzen wollen, brauchst du die schriftliche Genehmigung der Wildpark-Leitung. Für Journalisten, die Fotos vom Park veröffentlichen wollen, gibt es häufig spezielle Tage, an denen sie ihre Aufnahmen machen können.

Informiere dich am besten im Vorhinein auf der Homepage des Wildparks, unter welchen Bedingungen du dort deine Fotos schießen kannst.