Urlaub mit Hund

Du möchtest deinen Hund gerne mit in den Urlaub nehmen? Dann gibt es unzählige Dinge, die du in Sachen Anreise, Unterkunft und Co. beachten solltest. Wir haben die wichtigsten Punkte zusammengefasst, damit euer gemeinsames Abenteuer reibungslos abläuft.

Illustration - Urlaub mit Hund

In aller Kürze

  • Dokumente wie der EU-Heimtierausweis sowie Impfungen und Versicherungen sollten vorhanden sein.
  • Sowohl im Auto, als auch in Bahn und Flugzeug kannst du deinen Hund mitnehmen.
  • Für euren Aufenthalt kommen nur tierfreundliche Unterkünfte infrage.
  • Alternativ kannst du deinen Hund bei Hundesittern, in Hundehotels oder -pensionen unterbringen.


Was sollte ich im Vorfeld abklären?

Bevor du mit deinem Hund in den Urlaub startest, gibt es einige Punkte zu beachten, damit deine Reise möglichst stressfrei verläuft. Eine gute Vorbereitung und Ordnung zahlen sich hier für dich aus.

EU-Heimtierausweis

Der EU-Heimtierausweis ist ein Identitätsnachweis und gleichzeitig eine Impfbescheinigung für deinen Hund, die in der gesamten EU gilt. Damit soll sichergestellt werden, dass du deinen Hund möglichst unkompliziert innerhalb der EU mitnehmen kannst. Der EU-Heimtierausweis wird von deinem Tierarzt ausgestellt und kostet meistens zwischen 7 und 15 Euro.

Reisekrankheiten bei Hunden

Während des Urlaubs krank zu werden ist zeitlich ungünstig. Damit du für so einen Fall ausgerüstet bist, informiere dich über mögliche Reisekrankheiten. Die sind häufig abhängig von deinem Urlaubsziel. Eine Hunde-Reiseapotheke bringt dir eine gute Grundausrüstung:

  • Erste-Hilfe-Set
  • Zeckenzange
  • Zeckenhalsband
  • Präparate mit zecken- und mückenabwehrender Wirkung

Tollwutimpfung

Besonders wichtig für eine Reise ins EU-Ausland: Eine Tollwutimpfung muss gültig, also mindestens 3 Wochen vor Urlaubsbeginn durchgeführt worden sein.

Auch im Urlaub gut versichert

Damit dein Hund auch im Urlaub gut abgesichert ist, gibt es drei Versicherungen, über die es sich nachzudenken lohnt:

  • Hundehaftpflichtversicherung
    (falls etwas zu Bruch geht)
  • Reisekrankenversicherung
    (falls dein Hund im Urlaub krank wird)
  • Reiserücktrittsversicherung
    (wenn du deinen Urlaub wegen eines kranken Hundes absagst)


Mit dem Hund auf Reise

Ob mit dem Auto, der Bahn oder doch dem Flugzeug – beim Reisen mit den Vierbeinern gibt es viele Möglichkeiten, aber auch Vieles zu beachten.

Auto

Bevor du losfährst ist es wichtig, dass du deinen Hund im Auto gut sicherst. Dazu eignet sich je nach Größe ein spezieller Sicherheitsgurt mit Trenngitter oder eine Transportbox. Damit schützt du nicht nur deinen Vierbeiner, sondern auch deinen Geldbeutel, denn ein Transport ohne ausreichende Sicherung wird teuer bestraft.

  • Plane ausreichend Gassi-Pausen an Raststätten oder Parkplätzen, aber lass deinen Hund dabei nie unbeaufsichtigt.
  • Nimm ausreichend Wasser und Trockenfutter für die Fahrt mit.
  • Auch wenn es deinem Hund gefällt, er sollte nicht zu lange den Kopf aus dem offenen Fenster halten, da der Fahrtwind seinen Augen schaden könnte.
  • Nimm vertraute Gegenstände, die dein Hund gut kennt, mit an das Reiseziel, damit er sich auch in fremder Umgebung wohlfühlt.

Bahn

Mit der Bahn kommst du ohne Stau ans Ziel. Da die Regelungen für Hunde im Ausland nicht immer einheitlich sind, empfiehlt es sich, dass du dich auf der Bahnseite deines Urlaubsziels über die Mitnahme von Hunden informierst. Mit Leckerli, Wasser und einem Notfall-Putzset bist du ideal für eine lange Bahnreise mit deinem Hund ausgestattet.

  • Dein Hund muss außerdem an der Leine sein und einen Maulkorb tragen.
  • Die Ticketpreise für Hunde sind abhängig von der Größe der Vierbeiner.
  • Für Begleithunde, zum Beispiel Blindenführhunde, gilt der Maulkorbzwang nicht. Außerdem fahren sie meistens kostenlos mit.

Flugzeug

Ob dein Hund flugtauglich ist, kannst du zum Beispiel ganz einfach beim nächsten Besuch in der Tierarztpraxis erfragen. Wenn du Flüge vergleichst, wird dir auffallen, dass die Airlines oft unterschiedliche Regelungen haben, ob und welche Tiere mit dir in die Kabine dürfen oder im Frachtraum unterkommen. Meistens zählen kleinere Hunde als Handgepäck und dürfen in einer selbst mitgebrachten Transportbox mit in die Kabine.

Bestimmte Hunderassen wie stumpfnasige und kurzköpfige Hunde dürfen aus gesundheitlichen Gründen grundsätzlich nicht mitfliegen, zum Beispiel:

  • Bulldogge
  • Boston Terrier
  • Boxer
  • Mops
  • Pekinese
  • Shi Tzu

Wenn du einen passenden Flug gefunden hast, musst du deinen Vierbeiner vor deinem Flug anmelden. Bis wann genau das spätestens möglich ist, musst du bei der Airline erfragen. Meistens sind es, bis auf einige Ausnahmen, zwischen 48 bis 24 Stunden vor deinem Abflug. Für den Flug solltest du Dokumente wie Transportpapiere, EU-Heimtierausweis und Einfuhrpapiere griffbereit halten.

Hund auf Bett
©Jeroen van den Broek/Fotolia


Wo kann ich schlafen?

Am Urlaubsort angekommen brauchst du am besten eine schöne Unterkunft für dich und deinen Hund. Hotel, Ferienwohnung oder gleich ein ganzes Ferienhaus – im hundefreundlichen Zuhause für den Urlaub gibt es einige Punkte zu beachten.

Hotel

Frau steht am Fenster in einem Hotelzimmer und schaut nach draußen
© Fuse/gettyimages

Hundefreundliche Hotels sind ideal für Reisende, die ihren Vierbeiner in den Urlaub mitnehmen möchten und nicht auf die Vorzüge eines Hotelservice verzichten wollen. Gegen eine Gebühr kannst du deinen Hund mit ins Hotelzimmer nehmen. Dennoch gibt es auch in hundefreundlichen Hotels einige Regeln, die man vor Ort beachten muss. Dein Hund …

  • … sollte trainiert sein und Kommandos, wie Sitz, Platz und Fuß beherrschen.
  • … muss in öffentlichen Bereichen an der Leine geführt werden.
  • … sollte dringend eine Hundehaftpflichtversicherung haben, falls etwas zu Bruch geht.
  • … schläft am besten im eigenen Hundekorb, statt im Hotelbett.
  • … hat für die Pflege ein eigenes Handtuch dabei.

Du möchtest ein Hotel mit Hund buchen?

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Ferienwohnung oder Ferienhaus

Mann steht in großer Loftwohnung neben einer Couch auf einem roten Teppich
© david-hellmann/unsplash

Auch in anderen Urlaubsunterküften wie Ferienwohnungen oder -häusern kannst du gegen eine Gebühr mit deinem Hund zusammen Urlaub machen. Dabei solltest du auch hier unbedingt mit dem Vermieter abstimmen, ob dein Hund willkommen ist; in manchen Fällen sind nur Hunde bis zu einer bestimmten Größe erlaubt. Damit dein Hund möglichst viel Platz zum Toben hat, kannst du deine Unterkunft in einer ruhigeren Gegend buchen, die viele Grünflächen bietet.

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Beliebte Ferienregionen für einen Urlaub mit Hund

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Mein Hund kann nicht mit in den Urlaub – Wer kümmert sich?

Es kommt vor, dass sich weder geeignete Unterkünfte, noch Familienmitglieder oder Freunde finden lassen, die sich während deines Urlaubs um deinen Hund kümmern können. Für diese Situation hast du verschiedene Möglichkeiten, deinem Hund anderweitig eine fürsorgliche Betreuung und eine schöne Unterkunft zu ermöglichen.

  • Hundesitter kommen entweder zu dir nach Hause und kümmern sich um deinen Vierbeiner oder du bringst deinen Hund zu ihnen. Pro Tag kostet die Betreuung 10 bis 15 Euro. Ob dein Hund und die potenziellen Hundesitter sich verstehen, könnt ihr bei einem gemeinsamen Spaziergang herausfinden.
  • In einer Hundepension werden die Tiere Tag und Nacht betreut. Die Betreuung hier kostet je nach Größe deines Hundes und Aufenthaltsdauer zwischen 15 und 20 Euro pro Tag. Die wichtigste Voraussetzung für eine Betreuung in der Hundepension ist, dass dein Hund geimpft ist.
  • In Hundehotels gibt es nur wenige Betreuungsplätze, damit dein Hund mehr Aufmerksamkeit von den Hundebetreuern bekommt. Je nach Unterkunft gibt es sogar besondere Services, zum Beispiel einen Hundefriseur oder eine Hundeschule. Ein Platz im Hundehotel kostet circa 60 Euro pro Tag.