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    Burgen & Schlösser

    Schloss und Schlosspark Reinhardsbrunn

    Reinhardsbrunn 5, 99894 Friedrichroda

    Überblick

    Reinhardsbrunn ist ein wichtiger Ort der Thüringer Landesgeschichte. Als "Wiege" des mittelalterlichen Thüringens finden sich hier die dynastischen und religiösen Wurzeln des Freistaates. Martin Luther durchstreifte die Gegend um Reinhardsbrunn während seines „Zwangsaufenthaltes“ 1521/1522 auf der Wartburg mehrfach. Er soll hier seltsame Dinge mit den Mönchen und anderen verhandelt haben und dabei unerkannt geblieben sein. Das Kloster war eines der ersten Klöster in Thüringen überhaupt. Gegründet 1085 durch den Thüringer Landgrafen "Ludwig der Springer" erlangte es schnell einen hohen Bekanntheitsgrad als Hauskloster und Grablege der Thüringer Landgrafen (Ludowinger). Seit dem frühen 13. Jahrhundert verfiel das Kloster jedoch. Ausschlaggebend war das Aussterben der Ludowinger und ein schwerer Brand im Jahr 1292. Während des Bauernkrieges 1525 wurde das Kloster schließlich zerstört, geplündert und später an den Kurfürsten von Sachsen verkauft. Nach dem Verfall des Klosters entstanden in der Zeit von 1601 bis 1706 die heutigen Gebäude des Schlosses Reinhardsbrunn. Um 1850 wurde um das Schloss ein Landschaftspark angelegt. Die Anlagen und Gebäude gingen 1891 in das "Inventar der Kunstdenkmäler des Herzogtums Sachsen-Coburg und Gotha" über. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Adelsfamilie entschädigungslos enteignet und so ging auch das Schloss samt Inventar und Grundstück an das Land Thüringen über. Dieses richtete Schulungsstätten und später ein Hotel für wohlhabende ausländische Gäste ein. Das Schloss entwickelte sich zum Kultur- und Bildungszentrum, wo Konzerte und Kongresse stattfanden. Auf dem Schlossparkgelände wurde zudem ein Pionierferienlager eingerichtet. Seit 2011 kümmert sich ein Förderverein um die Gebäude und Parkanlagen. Zahlreiche Notsicherungen und Notsanierungen wurden an den Gebäuden durchgeführt, um einen weiteren Verfall zu verhindern. Die evangelische Kirche Thüringens hat im Areal der mittelalterlichen Anlagen einen Platz für das Stift Reinhardsbrunn gefunden. Es entstanden Schulungs- und Tagungsräume sowie ein Zentrum für spirituellen Tourismus und der Klosterpark Reinhardsbrunn. 2001 wurde die Johanniskapelle geweiht. Diese "Radfahrerkapelle" soll ein Duplikat der ersten Kirche Thüringens darstellen, die 724 vom Hl. Bonifatius bei Altenbergen gegründet wurde. In der Kapelle befindet sich zudem ein Abguss der Originalgrabplatte Ludwigs IV., Landgraf von Thüringen und Ehegatte der Hl. Elisabeth.
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    Adresse
    99894 Friedrichroda, Reinhardsbrunn 5

    Aktivität gefunden bei:

    Erstellt am: 14.06.2016, Quelle: Lutherweg - Thüringer Tourismus GmbH, Autor:in: keine Angabe

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