
Bauwerke & Denkmäler
Ziegenbrunnen
Am Markt, 32676 Lügde
Überblick
Die früheren Bewohner der mittelalterlichen Stadt -Lügde waren keine betuchten Bürger, sondern zumeist sogenannte Ackerbürger, die sich von einer kleinen Landwirtschaft und ihrer Viehhaltung ernähren mussten. Zum Vieh gehörte in früheren Zeiten auch die Ziege, die in fast jedem Haus gehalten wurde und deren Milch getrunken oder z.B. zu Butter oder Käse weiterverarbeitet wurde. Vor dem großen Stadtbrand von 1797 wurden mehr als 400 Ziegen in Lügde gehalten.
Eine für Lügde typische Besonderheit lag darin, dass die Ziegenhaltung zwar individuell in den einzelnen Häusern stattfand, der tägliche Austrieb jedoch quasi „genossenschaftlich“ organisiert wurde. Allmorgendlich wurden die Ziegen mit dem Horn gerufen und vom Lügder Ziegenhirten zur Beweidung der Hutungsflächen geleitet. Vom morgendlichen Austrieb durch die Mittlere Straße existieren noch die historischen Fotos. Am Abend wurden die Ziegen vom Hirten zum Treff am Marktplatz zurückgeführt und von ihren Besitzern abgeholt, wenn die Ziege denn nicht gar den Weg allein zurück nach Hause fand. Ab 1956 wurde die Ziegenhaltung nach und nach aufgegeben.
An diese Lügder Besonderheit, die auf das Leben in der historischen Altstadt verweist, die eine Geschichte erzählen kann und die tägliche „Ziegenversammlung“ am Marktplatz aufgreift, erinnert der Lügder Ziegenbrunnen.
Adresse
32676 Lügde, Am Markt
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