
Grünanlage
Gewöhnliche Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris) – bildschön, aber sehr giftig
Überblick
Sie befinden sich an einem der größten Küchenschellenvorkommen auf der Schwäbischen Alb: Hier blühen im Frühling mehrere hundert Exemplare. Doch landesweit ist die Art gefährdet und gesetzlich geschützt. Hauptursache des Rückgangs ist die Verbuschung, wenn das Gebiet nicht mehr beweidet oder gemäht wird. Im Schatten der aufkommenden Gehölze geht die sehr lichtbedürftige Küchenschelle zugrunde.
Der Name hat nichts mit der Küche zu tun, sondern kommt von Küh-chen, der kleinen Kuh. Denn die halb geschlossene Blüte ähnelt einem Glöckchen oder einer Kuhschelle. Die Küchenschelle ist gleich doppelt an sehr trockene Standorte angepasst: Ihre bis zu einem Meter langen Wurzeln können das Wasser aus tieferen Bodenschichten aufsaugen. Ihre dichte Behaarung schützt vor allem die jungen Triebe vor Verdunstung. Vorsicht: Alle Pflanzenteile sind in frischem Zustand durch das Alkaloid Protoanemonin und weitere Wirkstoffe sehr giftig.
Die Küchenschelle ist für Insekten eine der ersten Nektarquellen im Frühjahr. Hummeln und Bienen sorgen beim Blütenbesuch für die Bestäubung. Haben Sie, liebe Wanderer, die Blüte verpasst, achten Sie danach noch auf die Stängel und Griffel, die zur Fruchtzeit stark verlängert sind und wie kleine „Hexenbesen“ aussehen. Die Samen hängen an den behaarten Griffeln, die wie eine Feder bis zu 80 Meter weit durch die Luft schweben können.
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