
Bauwerke & Denkmäler
Haus Langendreer
Hauptstr. 163, 44892 Bochum
Überblick
Die Anlage wurde danach bis ins 14. Jahrhundert immer weiter zu einem repräsentativen Adelssitz ausgebaut. Bis Mitte des 15. Jahrhunderts war die sogenannte Leitenborg Stammsitz der Familie von Dreer, dann fiel das Anwesen an die Familie von der Borch.
In den Wirren des Spanischen Krieges und des Dreißigjährigen Krieges wurde der Rittersitz zu großen Teilen zerstört. Danach wurde das Herrenhaus wieder aufgebaut und dabei um ein Gerichtsgebäude und ein Brauhaus erweitert. Als die Familie von der Borch Ende des 18. Jahrhunderts Langendreer verließ, verfielen das Herrenhaus und seine angrenzenden Gebäudeteile.
Anfang des 20. Jahrhunderts verkaufte der damalige Besitzer Alhard von der Borch den Langendreerer Familienbesitz an die Bergwerksgesellschaft Louise Tiefbau, die damals Eigentümerin der Zeche Bruchstraße war. Das Herrenhaus war nur noch eine Ruine und wurde abgebrochen, während die Wirtschaftsgebäude zu Bergarbeiterunterkünften umgebaut wurden. Die Nebengebäude und der Gefängnisturm wurden bis Mitte der 1960er Jahre als einfache Wohnstätten genutzt.
1969 erwarb der Landschaftsverband Westfalen-Lippe das Gelände und baute es innerhalb von drei Jahren zu einem Förderschulzentrum um.
Adresse
44892 Bochum, Hauptstr. 163
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