
Gewässer
Werra Wehr Widdershausen
Auweg 20, 36266 Widdershausen
Überblick
Das Kaliwerk Wintershall hat in den Jahren 1903-04 die von ihr erworbene Wehranlage der ehemaligen Mühle von Georg Schimmelpfennig in Widdershausen zu einer Wasserkraftanlage ausgebaut, um die Stromversorgung für den Kaliabbau sicherzustellen (außerdem wurde der Ort mit Strom versorgt). Der Höhenunterschied der Staustufe am Klappwehr beträgt 1,50 m und die nutzbare Kraft ungefähr 272 PS = 200 kW. Der Betriebsobergraben ist etwa 35 m und der -untergraben 80 m lang. Das Kraftwerk, die Zentrale Widdershausen, wurde mit einer Francis-Schacht-Turbine ausgerüstet, 1925 kam eine weitere Turbine hinzu und damit die Leistung auf 350 kW gesteigert werden.
Ende der 1960er Jahre wurde der Kraftwerksbetrieb durch das Kaliwerk wegen zu hoher Sanierungskosten eingestellt, das Widdershäuser Stromnetz ging an die Gemeinde Widdershausen über. 1989 wurde die Zentrale Widdershausen an die Elektrizitätsaktiengesellschaft Mitteldeutschland (EAM) verkauft, die die Wasserkraftanlage sanierte, modernisierte und 1994 als größtes Laufwasserkraftwerk der EAM wieder in Betrieb nahm (Jahresleistung 3,5 Mio. kWh). Zwei Kaplan-Rohrturbinen werden kathodisch gegen das agressive salzhaltige Werrawasser geschützt. Die alte Fassade der Zentrale blieb erhalten und das Turbinenhaus wurde neu errichtet.
(Quelle: www.widdershausen.de/...)
Adresse
36266 Widdershausen, Auweg 20
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