
Bauwerke & Denkmäler
Ihlefeld
99947 Mülverstedt
Überblick
Hier in der Mitte des Nationalparks befinden sich die Reste der ehemaligen Siedlung Ihlefeld.
Es gehört zu den wenigen Siedlungen, die auf dem Kamm des Hainich anzutreffen waren. Bereits seit dem
Hochmittelalter bestand die Hohe Straße, sie verband die Orte östlich und westlich des Waldes. Auf Betreiben des
Mainzer Erzbistums wurde seit dem 12. Jahrhundert im Hainich der
Landesausbau vorangetrieben, dies führte auch zur Gründung des Ortes
Bischofroda. Um Reisende und Pilger auf der etwa zwölf Kilometer langen Hohen Straße versorgen zu können und weitere Siedlungsplätze aufzubauen wurde die
Hospitalbrüderschaft des Heiligen Antonius mit dem Aufbau einer Herberge im Hainich betraut. Nach einem Großbrand durch Blitzeinschlag am 30. April 1826 musste das Forsthaus Ihlefeld neu errichtet werden. Es entstand ein moderner Gutshof mit angeschlossenem Forsthaus. Erst 1931 wurde das Ihlefeld an einen Pächter verkauft und wurde 1945 durch Beschlagnahme enteignet. Im Gut Ihlefeld wurden Umsiedler und Flüchtlinge einquartiert, man erweiterte die Siedlung durch den Bau einer Konsum-Verkaufsstelle, zeitweise wurden auch eine Schule und ein Kinderferienlager betrieben. Durch die Ausbaupläne der NVA für den Schießplatz Weberstedt musste das Ihlefeld 1964 geräumt werden. Der Gebäudebestand der Siedlung Ihlefeld wurde durch ein Abbruch-Kommando eingeebnet.
Das ehemalige Forsthaus wurde Mitte der 90-ziger Jahre durch die Gemeinde Mülverstedt zusammen mit Wanderfreunden des Rennsteigvereins 1896 e.V. OG Hainich-Rennstieg wieder aufgebaut und dient heute als Schutzhütte und ist ein beliebtes Wanderziel.
Adresse
99947 Mülverstedt
Das aktuelle Wetter
11°
Regen
Regenwahrsch.
80%
Temperatur
17° / 11°
Die Aussichten
Weitere interessante Themen
Touren & Routen
Freizeit genießen