
Bauwerke & Denkmäler
Amtsgefängnis "Hutschachtel" - Saalfeld
Köditzgasse 3, 07318 Saalfeld
Überblick
In einem Hinterhof inmitten der Saale-Stadt steht der Rundbau, der von den Einwohnern liebevoll die "Hutschachtel" genannt wird. Leider ist die geschichtliche Vergangenheit weniger rosig, als es der Spitzname vermuten lässt.
Carl Rudolf Tröger wurde 1857 für den Bau beauftragt. Die Bauzeit betrug 2 Jahre und so konnte am 25. November 1859 das neue, 14500 Gulden teure Amtsgefängnis an das Herzogtum Sachsen-Meiningen übergeben werden.
Die letzte Exekution fand offiziell 1917 statt, aber noch nach Ende des Zweiten Weltkrieges nahm die Rote Arme hier Erschießungen vor. Auch während der sowjetischen Besatzung diente der Bau als NKWD-Gefängnis für politische Gefangen. Hauptsächlich waren hier ehemalige Angehörige des Nazi-Regimes eingesperrt, aber auch politisch Andersdenkende. In dieser Zeit war die "Hutschachtel" meist nur Durchgangsgefängnis.
Ab 1951 nutze die Volkspolizei der DDR das Gefängnis. Seit 1973 befindet sich hier das Stadtarchiv von Saalfeld.
Adresse
07318 Saalfeld, Köditzgasse 3
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