Marktplatz Stadthagen
    FernradwegMittel

    Kulturroute Etappe 5 Hameln - Stadthagen

    31785 Hameln
    61,98 km
    Strecke
    4:15 h
    Dauer
    222 m
    Anstieg
    243 m
    Abstieg

    Überblick

    Die Kulturroute ist ein Fernradweg, der die kulturellen Leuchttürme in Hannover und den umliegenden Regionen miteinander verbindet. In 15 Tagesetappen können großartige Kulturgüter, lebendige Städte und reizvolle Landschaften erlebt werden.
    Zu den insgesamt 26 Leuchttürmen gehören natürlich bekannte Orte, wie das Celler Schloss in der historischen Fachwerkstadt, die Welterbestätten Dom und St. Michaelis in Hildesheim sowie der Rattenfänger in Hameln, das Sprengel-Museum für Moderne Kunst oder die weltberühmten Herrenhäuser Gärten in Hannover.
    Weitere, vielleicht noch nicht ganz so bekannte, Leuchttürme sind das im Bauhaus-Stil errichtetet Fagus-Werk in Alfeld (ebenfalls Welterbestätte), das aus der Epoche der Weserrenaissance stammende Mausoleum in Stadthagen, das Schloss Bückeburg mit Fürstlicher Hofreitschule sowie das mittelalterliche Kloster Loccum und das Erdölmuseum in Wietze. Darüber hinaus können auch Highlights wie der Weltvogelpark Walsrode, der Erlebnis-Zoo Hannover, der Dinopark Münchehagen oder Schokoland Rausch in Peine erkundet werden.
    Die Kulturroute richtet sich vor allem an Kulturinteressierte, die Kurzurlaube mit dem Fahrrad planen. Ein Qualitätsmerkmal der Route ist die Erreichbarkeit aller Start- und Zielpunkte mit dem öffentlichen Nahverkehr. Damit ist die Kulturroute nicht nur für Mehrtagestouren attraktiv, sondern bildet auch ein optimales Angebot für Tagesausflügler.
    Der neue Fernradweg hat eine Gesamtlänge von etwa 800 Kilometern und gliedert sich in eine Hauptroute, lokale Alternativrouten und Ergänzungsrouten (siehe Abb.) Die Kulturroute ist mit einem K ausgeschildert und verläuft größtenteils auf bestehenden Radfernwegen, wie dem Weser-Radweg , dem Aller-Radweg oder dem Leine-Heide-Radweg .
    Die Strecke in Kürze: Hameln – Stadthagen 62 km. Hameln, Hessisch Oldendorf, Rinteln, Bückeburg, Stadthagen Hameln, Rinteln, Bückeburg
    Ergänzungsroute 4a Hameln – Hämelschenburg
    Angrenzende Themenrouten BauernLand & Weser, Süntel-Weser-Tour, Kirchen&Klöster-Tour, Landtour Bückeburg, Parks und Gärten.
     
    Vom Damenstift zur Dorfkultur
    Hameln und vielleicht auch die Hämelschenburg sind besichtigt? Die Informationen stehen bei den Etappen 4 und 4a (ab Seite 22). Los geht es also in die nächste Etappe. Sie starten mitten auf der attraktiven Weserpromenade in nördliche Richtung. Hier verläuft auch die offizielle Route des Weser-Radweges. An der Jugendherberge vorbei führt die Strecke stromabwärts in Richtung Fischbeck. Am Ortsausgang von Wehrbergen verlässt die Kulturroute den Weser-Radweg, und es geht auf einem Wirtschaftsweg entlang der Hauptstraße direkt nach Fischbeck. Verwunschen schön präsentiert sich hier eines der ältesten Damenstifte der Region: Stift Fischbeck [40]. Die romanische Bauform ist unverfälscht erhalten, die Anlage mit Kreuzgang schützend geschlossen – ein großartiges Beispiel mittelalterlicher Klostertradition. Weiter entlang der Weser vorbei an einigen Teichen erreichen Sie die Fachwerkstadt Hessisch 1 Schloss Bückeburg 2 Stift Fischbeck Oldendorf. Sehenswert ist hier der Münchhausenhof in der Kernstadt. Dieser Ritterhof mit einem Herrenhaus im Stil der Weserrenaissance ist eine der größten Stadtburgen des Schaumburger Adels. Das älteste Gebäude der Stadt ist die St. Marienkirche, sie wurde 1377 fertig. Mit ihrem mächtigen Wehrturm war sie Versammlungsstätte der Gemeinde im Frieden und Zufluchtsstätte zu kriegerischen Zeiten. 1591 wird erstmals die Fähre in Großenwieden [41] erwähnt. Die heutige Fähre – eine Gierseilfähre von 1960 – ist die nördlichste Hochseilfähre auf der Weser. Mit ihr geht es auf die andere Weserseite und dann über Hohenrode und Exten weiter Richtung Rinteln. In Exten warten in den Museen die Gegensätze auf Sie: In den Industriemuseen Oberer und Unterer Eisenhammer wird die Industriekultur lebendig, daneben zeigt die „Heimatstube Exten – museum für dorfkultur“ rund dreihundert Objekte aus der dörflichen Geschichte und Gegenwart Extens.
    Geschlossenheit aus dem 13. Jahrhundert
    Die nächste Station ist Rinteln, wo Sie vor allem die historische Altstadt [42] mit dem Marktplatz sehen sollten. Das geschlossene Ensemble der Fachwerkhäuser ist seit dem 13. Jahrhundert komplett erhalten. Das prächtigste Gebäude ist der Ratskeller, das frühere Rathaus der Stadt. Seine Anfänge reichen zurück in das 13. Jahrhundert. Ende des 16. Jahrhunderts wurde dann die Fassade im Stil der Weserrenaissance umgestaltet. Nicht weit entfernt liegt die St. Nicolai-Kirche. Ihr markanter barocker Kuppelaufsatz ersetzte in den Jahren 1788 bis 1803 einen spitzen Turmhelm; nun bietet sie das weithin sichtbare und unverwechselbare Wahrzeichen der Stadt. Die Eulenburg [43] und ihr Museum gewähren bemerkenswerte Einblicke in die Vergangenheit von Rinteln. Und wer danach Entspannung braucht, findet sie in den Erholungsgebieten Doktorsee und Helenensee.
    Die Pracht der Residenzstadt Bückeburg
    Sie verlassen Rinteln Richtung Nordwesten auf der L 442 und kreuzen die A2. Genau hier stoßen Sie auf die Erlebniswelt Steinzeichen [44]. Besonders für Familien lohnt sich ein Besuch des Erlebnisparks, der zu den wenigen noch bestehenden, weltweit anerkannten EXPO-Projekten gehört. Nach nur wenigen Kilometern erreichen Sie dann den geschichtsträchtigen, heute modernen Kurort Bad Eilsen [45]. Schon 1802 wusste Fürstin Juliane zu Schaumburg-Lippe das Örtchen unweit des Höhenzuges Harrl zu schätzen. Sie ließ ein kleines Badehaus errichten und kürte Eilsen zum Kurbad. Aus Bad Eilsen hinaus fahren Sie hinauf in das Waldstück Harrl und hinüber zur berühmten Fürstenstadt Bückeburg. Machen Sie Halt am Idaturm. Der 28 m hohe Turm bietet einen herrlichen Ausblick auf das Schaumburger Land. In der ehemaligen Residenzstadt angekommen, erwartet Sie eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten: das Schloss Bückeburg [10] mit Schlosspark, das Mausoleum, die Fürstliche Hofreitschule, die Stadtkirche und verschiedene Museen, unter ihnen das europaweit einmalige Hubschraubermuseum. In der Nähe finden Sie auch gemütliche Cafés und Restaurants für eine willkommene Pause. 
    Vorbei an Feldern weiter auf den Spuren derer zu Schaumburg-Lippe
    Mit Blick über die Felder fahren Sie weiter durch Bergdorf und Ahnsen in die Bergstadt Obernkirchen. Die beiden unverwechselbaren Türme des Stiftes Obernkirchen [46] aus dem Jahre 1167 erkennt man schon von weitem. Im Stadtkern sehen Sie pittoreske Fachwerkhäuser und immer wieder Sandsteinkunst – vor allem am Kirchplatz. Doch nicht nur durch Kunst macht der Sandstein von sich reden: In den Obernkirchener Sandsteinbrüchen auf dem Bückeberg wurden 2007 spektakuläre Dinosaurierfährten [47] aus der Unterkreidezeit entdeckt. Weiter geht es durch das schöne Schaumburger Land: durch Sülbeck, vorbei an Nienstädt zum Bruchhof, dem ältesten Hof Stadthagens und von dort aus zum Georgschacht, dem einstigen Zentrum des Schaumburger Kohlebergbaus.
    Letztes Ziel dieser Etappe ist Stadthagen [48], und auch hier erwarten Sie überall die Zeugen der Weserrenaissance. Auf dem Marktplatz in der historischen Altstadt stehen zahlreiche liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser, und Details warten auf Entdeckung: Unter dem mittleren Erker des Historischen Rathauses finden Sie einen Walkieferknochen und an der Rückseite eine Reliefplatte aus gotischer Zeit mit einem trinkenden Affen – ein Sinnbild des Lasters der Völlerei. In unmittelbarer Sicht steht die St. Martini-Kirche mit dem angrenzenden Mausoleum des Fürsten Ernst zu Holstein-Schaumburg. Das Schloss Stadthagen [49], eine Vierflügelanlage und das älteste und größte Renaissance-Schloss Niedersachsens, wurde 1533/34 bis 1538 erbaut. Bis zum Jahr 1608 diente das weiträumige Schloss als Residenz und Regierungssitz derer zu Schaumburg-Lippe. Wer nach so viel Kultur Entspannung sucht, findet sie im Erlebnisbad Tropicana. Hier beschließen Sie den Tag unter Palmen.
     
    Hier geht es zur Internetpräsentation des Schaumburger Land Tourismusmarketing e.V.
     
    Merkmale
    Kondition
    Technik
    Erlebnis
    Landschaft
    Höchster Punkt160 m
    Tiefster Punkt53 m

    Eigenschaften

    Von A nach BEtappentouraussichtsreichgeologische HighlightsRundtourEinkehrmöglichkeitkulturell / historischFlora
    Beste Jahreszeit
    Jan
    Feb
    Mär
    Nov
    Dez
    overview of the map
    Startpunkt
    31785 Hameln

    Tour und Route gefunden bei:

    Erstellt am: 29.04.2015, Quelle: Region Hannover, Autor:in: Olaf Boegner

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