
WanderungMittel
Waldspaziergang: Harzduft und Zapfenknacken
Doberlug-Kirchhain
11,69 km
Strecke
3:00 h
Dauer
47 m
Anstieg
48 m
Abstieg
Überblick
Waldspaziergänge – Harzduft und Zapfenknacken
Hören, riechen, sehen: Den Kiefernwald kann man mit allen Sinnen erleben. Um richtig in den Wald einzutauchen, empfiehlt sich diese Wanderung durch den nördlichen Teil des Naturparks. Die Waldfläche ist dort so groß, dass man sich darin verlaufen könnte. Damit das nicht passiert, gibt es diese Wanderempfehlung. Sie startet an der prächtigen Feldsteinkirche in Prießen, von wo aus es nur 100 Meter bis in den Wald sind. Der breite Waldweg ist für die Böden der Region typisch fein sandig. Die weite Verbreitung der Kiefer hängt genau mit diesen oft sandigen, nährstoffarmen Böden zusammen, mit dem nur wenige Baumarten zurechtkommen Links und rechts des Weges leuchtet das Moos unter den geraden Bäumen, die sich dem Licht entgegenstrecken. Noch stehen sie zu dicht, als dass sich die Beerensträucher durchsetzen könnten. Wer tief einatmet, kann den Harzgeruch des Holzes riechen. Je weiter man in den Wald hineingeht, desto besser kann man am Unterholz erkennen, wo der Waldboden Licht bekommt. Wenn eine Lücke im Kronendach entsteht, breiten sich bald Heidekraut und Birke aus. Auch die eine oder andere Eiche erkämpft sich auf der Suche nach Licht einen Platz.
Die Wanderung führt an einer Waldumbaufläche vorbei. In der Regel werden unter den etwa 80-jährigen Kiefern Laubbäume gepflanzt. Heute weiß man, dass ein Mischwald widerstandsfähiger ist als eine Monokultur. Stürme, Feuer, Insektenfraß und Frost übersteht er oft besser als Baumbestände mit nur einer Art. Damit der Waldumbau gelingt, werden die jungen Bäume zunächst meist durch einen Zaun vor Wildschäden geschützt.
Immer wieder sieht man große, freistehende Kiefern mit raumgreifenden Schirmkronen. Sie wurden nicht geerntet, damit sie auf natürliche Weise für Verjüngung sorgen. In den herabfallenden Zapfen sind die Samen für die nächste Generation gut geschützt versteckt. An sonnigen Tagen kann man das Knacken hören, mit dem sich die Zapfen öffnen.
Man muss gut aufpassen, um die kleine Gedenktafel zwischen zwei stattlichen Birken nicht zu verpassen. Sie informiert über das schreckliche Ende eines Försters und versetzt einen in eine Zeit zurück, in der der Wald als gefährlicher und unübersichtlicher Ort galt. Vor der Gedenktafel wurden einige Tannen gepflanzt.
Nun führt die Wanderung hinein ins Naturschutzgebiet „Hohe Warte“. Traubeneichen und Buchen verändern das Waldbild schlagartig. Im Sommer kann man den Temperaturunterschied unter dem schattigen Kronendach der Buchen spüren, denn dort ist es gleich einige Grad kühler und der Boden ist mitunter auch feuchter. Die älteren Bestände dieses Waldes sind ein wertvolles Refugium für geschützte Arten wie die Bechstein- und Mopsfledermaus.
Auf dem Rückweg nach Prießen kreuzt die Wanderung eine von Birken, Besenheide und einigen ganz jungen Kiefern bewachsene Lichtung. Bis diese Bäume groß sind, vergehen Jahrzehnte. Wer Ausschau hält, entdeckt eine weitere umzäunte Verjüngungsfläche, auf der zahlreiche Weißtannen gepflanzt wurden. Die Weißtanne verdankt ihren Namen der weißgrauen Rinde. Sie bildet, genau wie die Kiefer, eine tiefe Pfahlwurzel aus und erreicht somit eine höhere Stabilität als die Fichte, die zu den Flachwurzlern gehört. Sie ist jedoch sehr empfindlich gegenüber Dürre, Spätfrösten und Wildverbiss.
Auf den letzten Kilometern kann man den Wald noch einmal ganz bewusst wahrnehmen: den Duft der Kiefern einatmen, dem Knarzen der Bäume bei Wind lauschen, in der Stille das Klopfen der Spechte hören und das Lichtspiel der sogenannten Spiegelrinde im oberen Stammdrittel der alten Kiefern betrachten. Auch der Tastsinn kann gefordert werden, wenn die dicke, borkige Rinde der Kiefern mit den glatten Rinden der Birken und Buchen verglichen wird. Eifrige nehmen im Spätherbst den Geschmack des Kiefernwaldes mit nach Hause, indem sie einen Becher Preiselbeeren sammeln, einkochen und das herb-süße Kompott zu einem Stück Schokoladenkuchen genießen.
Merkmale
Kondition
Technik
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt143 m
Tiefster Punkt105 m
Eigenschaften
Rundtour
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Startpunkt
Doberlug-Kirchhain
Das aktuelle Wetter
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