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Deutschlands Seenlandschaft

© tospark/iStock

Deutschland hat viele schöne Seen zu bieten, die als Ausflugs- oder Urlaubsziel perfekt geeignet sind. Zu Jeder Jahreszeit haben sie etwas für sich. Im Sommer sind sie beliebte Badestellen, im Herbst und Frühling laden sie zu langen Spaziergängen am Wasser ein. So vielfältig die Bundesländer Deutschlands sind, so vielfältig sind auch ihre Seen. Für deine Ausflugsplanung findest du hier einige der schönsten Seen von A bis Z.

Ammersee Dießen

Der von den fünf Seen des Fünfseenlandes am nördlichsten gelegene Ammersee ist eines der beliebtesten Wochenendziele Bayerns. Der Ammersee ist ein Natursee. Entstanden ist er durch einen Alpengletscher, der vor ca. 12.000 Jahren begann, sich zurückzuziehen. Dabei hinterließ er eine Mulde, die sich mit Wasser füllte. Gespeist wird der See heute durch die Ammer. Seit seiner Entstehung hat der See bereits die Hälfte seiner ursprünglichen Größe eingebüßt. Man geht davon aus, dass der Ammersee noch ca. 20.000 Jahre existiert.
Er gilt darüber hinaus als eines der bedeutendsten Feuchtgebiete Deutschlands. Vor allem das Westufer befindet sich zum Großteil in naturnahem Zustand und ist der Allgemeinheit nicht zugänglich.

Arendsee Sachsen-Anhalt

Der Arendsee ist der größte See in Sachsen-Anhalt. Er ist natürlichen Ursprungs und anders als andere Seen in der Region nicht durch den Rückzug eines Gletschers entstanden. Vielmehr geht seine Entstehung darauf zurück, dass der Hohlraum eines Salzstocks unterhalb des Sees zweimal - vor gerade einmal 1.200 und 400 Jahren - einstürzte.
Der See ist mit Nährstoffen belastet, die auf das Eintragen weitgehend ungeklärter Abwässer seit den siebziger Jahren zurückzuführen sind. Die Nährstoffbelastung gibt dem See seine phasenweise grüne Färbung. Ohne natürlichen Zu- und Abfluss braucht der See ca. 100 Jahre, um sich selbst zu reinigen. Im Rahmen neuer europaweiter Anforderungen an die Wasserqualität öffentlicher Gewässer macht man sich vermehrt über deren Verbesserung Gedanken.

Biggesee Olpe

Der Biggesee im südlichen Sauerland ist in den fünfziger Jahren entstanden. Das Aufstauen der Bigge und anderer kleiner Zuflüsse der Lenne hatte die Entstehung eines über 800 ha großen Stausees zur Folge, der an seiner tiefsten Stelle mehr als 50 Meter misst. Der Stausee dient neben der Hochwasserregulierung von Bigge, Lenne und Ruhr vornehmlich der Wasserversorgung des Ruhrgebietes.
Der Biggesee oder die Biggetalsperre ist heute ein beliebtes Freizeitziel nicht nur für Sauerländer. Seine Größe und seine Lage zwischen den Städten Attendorn und Olpe machen ihn weithin bekannt.

Bleilochtalsperre in Saalburg-Ebersdorf in Thüringen

Die Bleilochtalsperre ist Deutschlands größter Stausee. Er wurde in der zweiten Hälfte der zwanziger Jahre erbaut. Mit der Stauung mussten ca. 700 Bewohner des Gebietes umgesiedelt werden. Sein Name leitet sich von so genannten Bleilöchern ab, über die in früherer Zeit Blei gewonnen wurde und die sich heute auf dem Grund des Stausees befinden.
Trotz des etwas beängstigenden Namens der Talsperre ist ihre Wasserqualität durchweg gut. Blei gilt es generell nicht zu fürchten. In den letzten Jahren kam es einzig im Jahr 2004 zur Überschreitung einiger Grenzwerte, wodurch an der Badestelle Saalburg ein Badeverbot verhängt wurde. Heute lässt sich an allen ausgewiesenen Badestränden der Bleilochtalsperre getrost ein Bad nehmen.

Diemelsee im hessischen Hochsauerland

Im hessischen Teil des Hochsauerlandes liegt der Diemelsee. Der Diemelsee ist ein Stausee, der in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts zur Hochwasserregulierung der Weser und des Mittellandkanals gebaut wurde. Diese Funktionen erfüllt er nach wie vor. Darüber hinaus wird das Aufstauen der Flüsse Diemel und Itter zur Stromerzeugung genutzt. Der Stausee, der sich über vier Kilometer in der Länge über den Naturpark Diemelsee erstreckt, ist ein ausgezeichnetes Badegewässer. In sämtlichen Testergebnissen wird seine Wasserqualität als gut bezeichnet. Die Ufer des Diemelsees sind rundherum frei zugängig, genauso wie das überwachte Strandbad in Heringhausen.

Laacher See bei Glees in Rheinland-Pfalz

Der Laacher See, in der Osteifel gelegen, ist ein Relikt vulkanischer Aktivität. Als vor ca. 13.000 Jahren der Laacher Vulkan letztmalig ausbrach und sein Magma über die Region verteilte, brach der Vulkangipfel in die leere, unterirdische Magmakammer ein. Es bildete sich somit ein Krater, der sich dann mit Grundwasser füllte. So entstanden der heute größte See in Rheinland-Pfalz und der einzige wassergefüllte Einsturzkrater in Zentraleuropa.
Am Südwestufer des Sees liegt die berühmter Abteikirche mit ihrem angeschlossenen Benediktinerkloster. Sie gilt als einer der baugeschichtlich wichtigsten Kirchenbauten nördlich der Alpen. Früher einmal reichte der Laacher See praktisch bis an den Klosterhof. Da der See keinen natürlichen Abfluss hat, stabilisierten und senkten Ingenieure im 19. Jahrhundert den Seepegel durch den Bau eines Stollens derart, dass dieser heute gut ein Drittel seiner Fläche verloren hat.

Maschsee Hannover

Der Maschsee hat eine Länge von rund 2,4 Kilometern und misst an der breitesten Stelle 530 Meter. Der See gehört zu den beliebtesten Naherholungsgebieten in Hannover und bietet vielen Wassersportfreunden die Möglichkeit zum Rudern, Segeln und Schwimmen.
Der Maschsee wurde künstlich angelegt, da man die Hochwassergefahr durch den Fluss Ihme, ein Nebenfluss der Leine, eindämmen wollte. Zudem sollte ein stadtnahes Erholungsgebiet geschaffen werden und in den 1930er Jahren brauchte man außerdem eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für politische Propagandazwecke.

Plauer See Mecklenburg

Der Plauer See ist nach der Müritz der zweitgrößte See der Mecklenburger Seenplatte. Er liegt im Westen Mecklenburg-Vorpommerns, wo er, 14,2 km in der Länge, den Abschluss der Mecklenburger Seenplatte bildet. Am Westufer des Sees liegt Plau am See, die Stadt, deren Namen auf den See übertragen wurde und die heute das touristische Zentrum des Sees ist.
Das Städtchen Plau am See lässt sich mit dem Boot erreichen. Der Plauer See wird von Osten nach Westen von der Elde durchflossen. Entsprechend kann man ihn entweder über die Elbe oder von Berlin aus über die Havel und die Feldberger Seen kommend ansteuern. Die Stadt am See ist aber auch, für alle die kein Boot besitzen, mit dem Auto erreichbar.

Plöner See

Im Süden Schleswig-Holsteins – in der Holsteinischen Schweiz – liegt ein 30 km² umfassendes Binnengewässer, der Große Plöner See. Der Große Plöner See ist ein ehemaliger Gletschersee. Zwei Gletscher ließen mit ihrem Rückzug zum Ende der letzten Eiszeit vor etwas mehr als 10.000 Jahren zwei unterschiedlich tiefe Becken zurück, die sich mit Wasser füllten und die die heutige Seenlandschaft bilden, in deren Mitte sich der bekannte Ort Plön entwickelt hat.
Der Große Plöner See bietet seinen Besuchern zahlreiche Möglichkeiten beispielsweise um zu schwimmen. Baden ist vor allem an den zu diesem Zwecke eingerichteten Badestränden und -wiesen möglich. Zur Stadt Plön gehören fünf Badestellen, die aber nicht alle am Großen Plöner See gelegen sind, da die Stadt von weiteren Seen umgeben ist. Die Badestellen um Plön sind bewacht oder unbewacht, mit oder ohne Sandstrand sowie leicht oder stark abfallend.

See Müritz Waren

Die Müritz ist der zweitgrößte See Deutschlands. Sie ist ein natürlicher, in der letzten Eiszeit vor knapp 12.000 Jahren entstandener Gletschersee, der eine Fläche von 117 km² mit Wasser bedeckt. Heute lässt sich die Müritz zweiteilen: in das Naturschutzgebiet auf der nordöstlichen und in den ländlichen Bereich auf der südwestlichen Seeseite.
Die Wasserqualität der Müritz hat sich im letzten Jahrzehnt stark verbessert. Durch den geringeren Wasseraustausch in einzelnen Müritzbuchten kann es aber immer noch zu Grenzwertüberschreitungen kommen. Laut Gesundheitsamt ist die Wasserqualität jedoch mindestens akzeptabel und damit für jegliche Freizeitaktivität geeignet.

Senftenberger See

Der Senftenberger See liegt in Brandenburg, unweit der Grenze zu Sachsen. Bis vor wenigen Jahren war er der größte künstliche See Europas. Ab 1967 füllte man die hinterlassenen Gruben des Braunkohletagebaus mit dem Wasser der Schwarzen Elster. 1972 wurde der See für die heute vielfältige Nutzung freigegeben.
Von den 18 Kilometern Uferlänge sind sieben Kilometer als Badestrände ausgezeichnet. Nach und nach wurden seit den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts die Ufer des Sees neu gesichert. Der Senftenberger See hat heute eine sehr gute Wasserqualität. Je nach Sonneneinstrahlung kann man bis zu fünf Meter tief sehen.

Steinhuder Meer Wunstorf

Das Steinhuder Meer ist zum Ende der letzten Eiszeit entstanden. Mit seinen fast 30 km² Fläche ist es das größte natürliche Binnengewässer Nordwestdeutschlands. Im Gegensatz zu seiner Größe ist seine durchschnittliche Tiefe mit 1,35 Meter nur gering. Das Steinhuder Meer liegt in einer Moorlandschaft. Es wird durch Regen und Grundwasser gespeist. Seine Wasserqualität gilt als sehr gut, das Wasser ist jedoch trüb.
Das Steinhuder Meer ist ein hervorragendes Badegewässer. An vielen Stellen ist das Baden möglich, vorgesehen ist es aber beispielsweise auf der so genannten Badeinsel. Hier gibt es einen 300 Meter langen Sandstrand, der in das im Badebereich maximal 1,50 Meter tiefe Wasser führt. Die Badeinsel im Steinhuder Meer liegt in nächster Nähe zu dem Fischerort Steinhude.

Tegeler See Berlin

Im Berliner Nordwesten liegt der Tegeler See, das zweitgrößte Gewässer im Stadtgebiet. Der Tegeler See wird von der Havel durchflossen. Genau genommen ist er nicht mehr als eine großflächige Ausbuchtung derselben.
Der Tegeler See ist ein Teil der durch Berlin führenden Wasserstraßen. Dementsprechend passieren die Berliner Schifffahrtsgesellschaften den Tegeler See oder halten an der seit mehr als hundert Jahre alten Greenwichpromenade, die nach der Partnerstadt Tegels benannt ist. Im Winter liegen Berlins Dampfer hier fest und warten darauf, dass das Eis sie wieder freigibt.

Titisee in Titisee-Neustadt

Ein Name, viele Geschichten
In den Urkunden eines Klosters in Schaffhausen am Rhein aus dem Jahr 1050 ist der heutige Name des Sees erstmals erwähnt. Während eine andere Urkunde aus dem frühen 12. Jh. einen anderen Namen bezeugt, wird der Name Titisee erst seit 1750 allgemein benutzt. Als Namensgeber kommen, neben dem römischen Kaiser Titus, ein Jäger namens Titini und eine ähnlich klingende Pflanze in Frage.
Der Titisee ist für viele der Inbegriff des Schwarzwaldes. Entsprechend steuern Touristen aus aller Welt den See an, um zum Beispiel eine Kuckucksuhr zu erstehen. Das hochwertige Wasser des Sees lädt aber immer auch zum Erfrischen ein. Wer lieber über dem Wasser unterwegs ist, kommt genauso auf seine Kosten: Segler sind, anders als Motorboote, herzlich willkommen.

Toeppersee Duisburg

Zwischen Rumeln-Kaldenhausen und Rheinhausen liegt der Toeppersee, der durch Auskiesungsarbeiten Ende des 19. Jahrhunderts entstand. Seinen Namen erhielt der See durch die gleichnamige Firma Emil Toepper, die die Auskiesung durchführte.
Mit einer Durchschnittstiefe von rund 4 Metern und einer Fläche von über 0,5 Quadratkilometern bietet der See eine Freizeitoase zwischen Duisburg und Moers.


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