Die spektakulärsten Naturwunder Deutschlands

Urlaub im eigenen Land? Das klingt für viele langweilig. Doch das ist es nicht! Gerade Deutschland strotzt nur so vor spannenden Sehenswürdigkeiten und Naturwundern. Wir haben für dich ein paar dieser Naturspektakel zusammengefasst.

Externsteine
© Iurii/AdobeStock

Darum ist Deutschland eine Reise wert

Für eine Reise innerhalb Deutschlands sprechen nicht nur die vielen Naturwunder und Sehenswürdigkeiten. Auch viele weitere Dinge zeigen, dass eine Reise im eigenen Land eine tolle Alternative zu Fernreisen ist.

  • Du lernst das Land von einer anderen Seite kennen.
  • Dinge wie die Währung, Mentalität oder Sitten bleiben gleich – es sind keine großen Umstellungen nötig.
  • Dein Haustier mitnehmen? Kein Problem. Bei einer Fernreise wäre das deutlich komplizierter.
  • Ökologische Reisemöglichkeiten: Statt mit dem Flieger ist es möglich, überall mit der Bahn hinzufahren. So tust du nicht nur etwas für die Umwelt, sondern meist auch für deinen Geldbeutel.

Die spektakulärsten Naturwunder

Über 100 Naturparks, 16 Nationalparks und sogar 16 UNESCO-Biosphärenreservate – alles in einem Land. Wir haben die spektakulärsten Naturwunder für dich zusammengefasst.

Felsformationen, Höhlen und Co.

Die sächsische Schweiz

Etwa 30 Kilometer südöstlich von Dresden entfernt, liegt die Sächsische Schweiz. Eine durch ungewöhnliche Felsformationen geprägte Landschaft. Tiefe Wälder und weite Täler bilden eine faszinierende Kulisse.

Ein besonderes Highlight ist die Bastei – eine Felsformation, durch die sich eine 76 m lange Brücke zieht. Der Fels alleine fällt 194 m zur Elbe ab und sorgt damit für einen der schönsten Ausblicke Deutschlands. Die Brücke aus Sandstein erstreckt sich in 7 Bögen auf 76 m über einer 40 m tiefen Schlucht und bringt dich sicher über die Felsen zur Aussichtsplattform. Als berühmteste Felsformation der Region ist die Bastei etwas für Jung und Alt, denn auch Kinder kommen hier auf ihre Kosten. Jede Menge abgesicherte Felsen laden zum Klettern ein und bieten einen schönen Panoramablick.

Basteibrücke
©dieter76/Fotalia

Weitere Naturspektakel an Land:

In Thüringen findest du einen wahrlich magischen Ort: Die Tropfsteinhöhle Schaubergwerk Feengrotte. Die märchenhafte Tropfsteinhöhle im Schiefergebirge entstand bei Bergbauarbeiten und dient mittlerweile als Schaubergwerk. Sie ist außerdem eine sehr ungewöhnliche Tropfsteinhöhle in Deutschland, da sie noch sehr jung ist und die Tropfsteine dort wohl deutlich schneller wachsen als in anderen Gesteinsschichten. Besonders schön sind die bunten Farben der Tropfsteine, wofür die Feengrotte seit 1993 sogar als „die farbenreichste Schaugrotte der Welt“ im Guinness-Buch der Rekorde steht.

Die Saalfelder Feengrotten sind etwas für die ganze Familie, denn während der Führung werdet ihr von der Grottenfee begleitet. Danach haben Kinder die Möglichkeit, sich im Feenwald auszutoben.
Ein mythischer Ort im Teutoburger Wald sind die Externsteine – eine eigenwillige Sandsteinformation, die aus mehreren circa 30 m hohen Felsen besteht und von Menschenhand gestaltet wurde. Die Steine sind rund 40 m hoch und bereits mindestens 80 Millionen Jahre alt. Doch bis heute ist nicht klar, wer all die Gänge, Treppen und Figuren in die Felsen gemeißelt hat. Für viele sind die Externsteine ein sagenhafter Kraftort, für andere ein beeindruckendes Naturdenkmal – sie gelten als eines der bekanntesten Natur- und Kulturdenkmäler Deutschlands.
Die Breitachklamm im bayerischen Allgäu gilt mit bis zu 150 Metern als die tiefste Felsenschlucht Europas. Auf einer 2,5 km langen Wanderung hast du die Möglichkeit, die Tiefen dieser Schlucht zu bestaunen – und das bei jedem Wetter. Im Frühling und Sommer kühlst du dich dort gut ab, während die Breitachklamm im Herbst bei Regen durch all das Wasser sogar noch spektakulärer aussieht. Im Winter gibt es sogar geführte Fackeltouren, bei denen du die zauberhafte Eislandschaft erkunden kannst. Auch für Kinder ist ein Besuch der Klamm ein schöner Ausflug, denn die Wege der Wanderung sind gut begehbar und gesichert.

Wusstest du schon?
Eine Klamm ist eine enge Schlucht in den Bergen, durch die ein Fluss läuft, der umgeben von überhängenden Felswänden ist.
Die Lange Anna trotzt allen Witterungen, obwohl ihr bereits einige Male das Ende vorausgesagt wurde. Der 47 m hohe Brandungspfeiler befindet sich im äußersten Nordwesten der Insel Helgoland und hat sogar schon Bombenangriffe überlebt. Bis 1860 war die Lange Anna Teil des Brandschutztores, das über eine natürliche Felsbrücke mit der eigentlichen Insel verbunden war. Betreten kannst du sie leider nicht, doch der Blick vom Wasser oder der Insel aus reicht alleine schon.
Das Wahrzeichen der Insel Rügen und ein wahres Naturwunder – die Kreidefelsen. Sie gehören seit 2011 sogar zum UNESCO Weltkulturerbe. Sie bestechen mit ihren weißen Felswänden und dem satten Grün der Bäume und sorgen damit für ein einzigartiges Farbspiel und außergewöhnlich türkises Wasser. Der höchste Aussichtspunkt der Felsen, der Königsstuhl, ist 118 m hoch und bietet einen atemberaubenden Blick über die Ostsee.

Interessanter Fakt:
Erosion sorgt für eine ständige Veränderung der Küste.

Wasserfälle und Meer

Die schönsten Wasserfälle Deutschlands

Spektakuläre Wasserfälle findet man nicht nur in weit entfernten Ländern, sondern auch bei uns zu Hause in Deutschland. Die Triberger Wasserfälle in Baden-Württemberg stürzen etwa 163 m in die Tiefe und zählen damit zu den höchsten Wasserfällen Deutschlands. Sie erstrecken sich insgesamt über 7 Fallstufen und durch einen Steg mit Aussichtsplattform hast du die Möglichkeit, das Wasserspektakel hautnah zu erleben.

Triberger Wasserfall
© Alexander/AdobeStock

Doch es gibt noch mehr Wasserfälle! Hier eine weitere Auswahl:

  • Scheidegger Wasserfälle in Lindau: 10 Meter hohe Wasserfälle, die durch ihren geraden Fall dafür sorgen, dass du dich wie auf einer Tropeninsel fühlst.
  • Uracher Wasserfall auf der schwäbischen Alb: Dieser Wasserfall stürzt 37 m in die Tiefe und fließt dann über einen moosbewachsenen Hang weiter, was für ein zauberhaftes Bild sorgt.
  • Todtnauer Wasserfall im Schwarzwald: Der malerische Wasserfall stürzt sich über mehrere Stufen 97 m in die Tiefe. Seit 1987 steht er unter Denkmalschutz und ist somit komplett naturbelassen – ein wahres Naturwunder.

Noch mehr einzigartige Naturwunder:

Ein Ausflug auf die Schwäbische Alb ist jederzeit eine Reise wert. Doch besonders der Blautopf in Blaubeuren zieht viele Touristen in seinen Bann. Als eines der bekanntesten Naturwunder Deutschlands kreisen sich viele Mythen und Märchen um diesen speziellen See. Die Karstquelle liegt im Südosten der Schwäbischen Alb und besticht mit strahlend blauem Wasser, das leicht grünlich schimmert und leuchtet. Sie zählt zu den größten ihrer Art und unter der Wasseroberfläche verbirgt sich ein verzweigtes Höhlensystem.

Woher kommt die blaue Farbe?
Die außergewöhnliche Färbung des Sees entsteht durch die Reflektion des Lichts. Durch den trichterförmigen Quelltopf werden alle Farben bis auf die blauen Anteile von der einfallenden Sonne geschluckt.
Die UNESCO-Weltkulturerbestätte Wattenmeer umfasst eine circa 11.500 Quadratkilometer große Fläche und ist ein Paradies für Tiere und Pflanzen. Die Gezeiten der Nordsee sind ein außergewöhnliches Naturschauspiel und zu jeder Jahreszeit ein absolutes Highlight. Sobald es allerdings wärmer wird, bietet sich die Möglichkeit, das Wattenmeer barfuß zu erkunden. Ein faszinierendes Erlebnis für jedermann.

Geführte Wattwanderungen werden an allen Küsten angeboten und lassen sich wunderbar mit einem Kurzurlaub auf einer der beliebten Nordsee-Inseln, wie beispielsweise Norderney oder Amrum kombinieren.
Um das Spektakel eines Geysirs zu beobachten, ist keine Reise nach Island nötig. Bei Andernach in Rheinland-Pfalz findest du den höchsten Kaltwassergeysir und somit die höchste Natur-Fontäne der Welt. Seine Ausbrüche basieren jedoch nicht auf heißem Wasser, sondern auf dem im Wasser enthaltenen Kohlendioxid. Die Fontänen erreichen bis zu 60 m Höhe, die du etwa alle 2 Stunden bestaunen kannst.

Was ist ein Geysir?
Ein Geysir ist eine unterirdische heiße Quelle, die regelmäßig Wasser in Form von Fontänen herausspritzt.

Malerische Landschaften

Die Lüneburger Heide

Südlich von Hamburg findest du die Lüneburger Heide – die größte zusammenhängende Heidefläche in ganz Europa. Besonders sehenswert ist es dort von Anfang August bis Mitte September, wenn sich die Naturlandschaft durch das blühende Heidekraut in ein sattes Lila verwandelt. Doch auch abgesehen davon hat die Lüneburger Heide einiges zu bieten – hier entdeckst du Wälder, Moore, kleine Bäche oder auch Dörfer zur Erkundung.

Blühende Lüneburger Heide
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Vielleicht läufst du auch ein paar Heidschnuckenherden über den Weg, die für die savannenartige Struktur der Landschaft verantwortlich sind.

Spreewald
© pureshot/AdobeStock

Der Spreewald

Der Spreewald in Brandenburg ist bekannt für seine unzähligen Flüsse, Seen, Wiesen, urwüchsigen Wälder und eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt. Das sind alles Gründe, weswegen er 1991 von der UNESCO mit dem Titel Biosphärenreservat ausgezeichnet wurde.

Vor allem Wasserratten fühlen sich hier wohl, denn durch die natürliche Verzweigung der Spree entstehen interessante Wasserwege, die dich sofort begeistern. Die idyllische Landschaft bietet Abenteuer und Entspannung auf einer Paddeltour oder auf einem Spaziergang an Land.

Dich hat die Entdeckungslust gepackt?

Dann werde aktiv und erkunde Naturspektakel in deiner Nähe.

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