Ausflüge mit Kindern in Deutschland

Gemeinsame Ausflüge als Familie können sehr viel Spaß machen, gibt es doch nichts Schöneres als mit den Kindern zusammen dem Alltag zu entkommen und Neues zu entdecken. Doch so eine Fahrt kann Eltern und Kinder auch vor so manche Herausforderung stellen. Ob Anreise und Dauer des Ausflugs (“Wann sind wir da??”), für Kinder zumutbare Weg- und Wanderstrecken (“Wie weit ist es noch?”) oder die Wahl des richtigen Ausflugsziels (“Wann fahren wir wieder nach Hause?”): Gute Vorbereitung und Planung ist das A und O, damit die Stimmung nicht kippt. Gleichzeitig soll der Ausflug nicht nur reine Kinderbespaßung sein, sondern auch den Großen Freude machen. Gar nicht so einfach! Deshalb haben wir einige Tipps und Ideen für euren nächsten Ausflug gesammelt. Und mit den Checklisten zur Vorbereitung und SOS-Tipps für unterwegs seid ihr für alles gewappnet.

Mutter mit zwei Kindern auf einem Wanderausflug an der Küste
© simon-rae/unsplash

15 Tipps für euren nächsten Ausflug

Fast jede Familie kennt das: Es ist Sonntag, die Sonne scheint und die Kids stehen schon in den Startlöchern und wollen toben. Doch was sollen wir jetzt bloß unternehmen? Wenn euch hier auch die Ideen ausgehen, stöbert doch einmal durch unsere Ausflugstipps und helft eurem Gedächtnis auf die Sprünge, oder entdeckt Ziele, die noch ganz neu für euch sind.

Alle Tipps haben wir nach den Kriterien Wettertauglichkeit, Kosten und empfohlenes Alter bewertet. Um gezielt zu suchen, könnt ihr auch einen Blick auf unsere Tabelle werfen.

Ausflugstipps im Überblick

Tipp für gutes Wetter Tipp für schlechtes Wetter Tipp für wenig Geld Tipp für kleine Kinder

Nix wie raus! Tipps für gutes Wetter

Freizeitpark von oben
© Free-Photos/Pixabay

Freizeitpark

Ein Ausflug in den Freizeitpark ist immer ein Highlight für die ganze Familie. In den größten Freizeitparks in Deutschland ist für jeden etwas dabei, von waghalsigen Achterbahnen mit Loopings für die Größeren bis hin zu gemütlichen Karussells für die Kleinen. In den künstlich angelegten Erlebniswelten lässt sich ein ganzer Tag gut verbringen, wenn man diese Art der Unterhaltung mag. Leider ist der Eintritt für eine ganze Familie meist sehr teuer, denn er beinhaltet in der Regel den Zugang zu sämtlichen Fahrgeschäften und Attraktionen. Oft müssen auch vor Ort Essen und Trinken gekauft werden. Manche Parks erlauben zwar die Mitnahme eigener Verpflegung, aber wer möchte schon mit prall gefülltem Rucksack in die Wildwasserbahn?

Wenn bei schönem Wetter, am Wochenende oder in den Ferien der Park gut gefüllt ist, müsst ihr euch zudem auf längere Wartezeiten und Schlangestehen einstellen. Dies kann besonders für Kinder ein absoluter Stimmungskiller sein. Weicht also, wenn möglich, auf weniger frequentierte Tage und Randzeiten aus.
Es muss auch nicht immer der ganz große Park sein. Insbesondere kleine Kinder sind hiermit schnell überfordert. Schau dich in deiner Umgebung einfach einmal nach Freizeitparks um.
Noch ein Tipp: In vielen Parks erhalten Geburtstagskinder freien Eintritt.

Zoo

Zwar gibt es auch Allwetterzoos und überdachte Gehege, aber trotzdem ist ein Zoobesuch bei gutem Wetter immer noch am schönsten. Um viele Tiere zu sehen, sollte der Ausflug in den Zoo im Sommer jedoch nicht bei zu großer Hitze oder in der Mittagszeit stattfinden. Auch die Tiere ziehen sich dann in schattige Ecken zurück. Ähnlich wie bei den Freizeitparks sind Stoßzeiten möglichst zu vermeiden, da sich die Tiere von zu großen Menschenmassen ebenfalls gestört fühlen und auch für euch größere Wartezeiten z.B. an engen und verschlungenen Wegen im Tropenhaus entstehen.

Nehmt euch außerdem nicht zu viel vor! In einem großen Zoo ist es fast unmöglich, an einem einzigen Tag alle Tiere zu sehen. Lass besser die Kinder entscheiden, welche ihre Lieblingstiere sind und an diesen Gehegen dann länger verweilen. So ist der Ausflug entspannter für alle.
Tipp: Auch wenn Zoos und Tierparks in der Regel ein gutes Gastronomie-Angebot haben, nehmt euch selbst genug für zwischendurch mit, so bleibt ihr unabhängig und könnt eure Mittagspause auch auf der Bank vor dem Elefantengehege genießen.

Hier findest du die schönsten Zoos und Tierparks in Deutschland.

Wildpark

Eine gute Alternative zum Zoo ist ein Besuch im Wildpark. Hier gibt es zwar kein Giraffen, Löwen und Elefanten zu sehen, dafür aber jede Menge einheimischer Tiere. Besonders kleine Kinder freuen sich auch sehr über Ziegen, Rehe, Enten oder Wildschweine. Zumal der Kontakt zu den Tieren viel näher ist: In den meisten Wildparks gibt es freilaufende Tiere außerhalb der Gehege oder einen Streichelzoo. Anstatt sie nur durchs Gitter oder eine Scheibe zu sehen, dürfen die Kinder hier direkt zu den Tieren und sie sogar streicheln und füttern. Bitte verwendet dafür aber ausschließlich spezielles Futter aus den vor Ort aufgestellten Automaten, da die Tiere vieles nicht vertragen, was wir Menschen so essen. Ein weiterer Vorteil gegenüber Zoos: Wildparks sind deutlich günstiger oder kosten manchmal auch gar keinen Eintritt.

Ein Kind füttert Rehe in einem Wildpark
© daiga-ellaby/unsplash

Hochseilgarten und Kletterwald

Für Familien, die die Herausforderung suchen, ist ein Hochseilgarten oder Kletterwald vielleicht genau das richtige. Hier sind, häufig im Wald und zwischen Bäumen, Kletterparcours in verschiedenen Schwierigkeitsstufen und Höhen angelegt worden. Anfänger und Fortgeschrittene können sich hier beim Klettern ausprobieren. Dabei sorgt geschultes Personal für die richtige Sicherung und beaufsichtigt die Kletternden. Bewegung in luftigen Höhen ist spannend und kann für Kinder auch eine kleine Mutprobe sein. Der Stolz ist anschließend dementsprechend groß und der Ausflug ein Erlebnis, das in Erinnerung bleibt. Ein Ausflug in den Hochseilgarten eignet sich mit Kindern ab dem Grundschulalter.

Kinder in einem Hochseilgarten
© Angelov/AdobeStock

Badesee oder Freibad

Bei Sommerwetter locken Freibäder und Badeseen viele Besucher an. Klar, für die meisten anderen Unternehmungen ist es zu heiß und die Abkühlung im Wasser macht der ganzen Familie Spaß. Aber es gibt dabei einiges zu beachten. Insbesondere mit Kindern solltest du entweder in den Morgenstunden an den See fahren oder erst am Nachmittag. Meidet die direkte Mittagssonne und die Stoßzeiten, wenn es am See besonders voll ist. Gerade am See sollten Kinder immer beaufsichtigt werden, da hier die Gefahr größer ist, dass sie zu schnell ins tiefe Wasser gelangen.

Freibäder haben den Vorteil, dass es oft spezielle Kleinkinderbecken gibt, in denen die Kleinsten gefahrlos spielen können. Dafür sind die Eintrittspreise höher und ihr könnt euch weniger frei bewegen. Badeseen sind weitläufiger und bieten mehr Platz, auch bei großem Menschenandrang an Sommertagen. Außerdem werden oft Wassersport-Aktivitäten wie Paddeln, Rudern oder Surfen angeboten. Denkt beim Packen der Badetasche an Strand- und Outdoorspiele wie Federball oder Boule, Luftmatratzen, Sonnenhut und Schwimmbrille sowie natürlich Sonnencreme, genügend zu trinken und Snacks.

Kinderbauernhöfe

Auf einem Bauernhof können die Kleinen nicht nur heimische Tiere sehen, sondern auch jede Menge lernen. Wo kommt die Milch her, was wächst auf dem Feld und wie wird Getreide zu Brot? Mitmachbauernhöfe binden die Kinder direkt ein, sie dürfen Tiere füttern, Ziegen und Kühe melken und bei vielen anderen Tätigkeiten zusehen und mithelfen. Auch Ponyreiten wird oft angeboten. Tipp: Die Kleinen sollten hier natürlich unkomplizierte Kleidung tragen, die schmutzig werden darf. Matschhose und Gummistiefel nicht vergessen!

Ein Kind mit einem Pferd auf einer Weide
© lucie-hosova/unsplash

Minigolf

Du möchtest mit deinen Kindern gemeinsam etwas spielen und dabei unter freiem Himmel sein? Warum dann nicht einfach mal auf die Minigolfbahn gehen? Dieser unaufgeregte Sport erfordert keine Vorbereitung und kostet auch kein Vermögen. Trotzdem kann es sehr viel Spaß machen, mit den Kindern die Bahnen zu erkunden und Tricks auszutüfteln, wie der Ball auf schnellstem Wege im Loch landet. Auch Kindergartenkinder können schon den Schläger schwingen und die eigene Hand-Augen-Koordination trainieren. Vom altmodischen Image, das dem Minigolf anhaftet, ist auf vielen neuen und modernisierten Anlagen gar nichts mehr zu spüren. Besonders kreative Bahnen findet man beim Schwarzlicht-Minigolf.


Was kann ich mit Kindern bei schlechtem Wetter unternehmen?

Aquarium

Bei schlechtem Wetter dem Alltag entfliehen und einfach mal “abtauchen”? Das geht am besten im Aquarium. Beobachte gemeinsam mit deinen Kindern faszinierende Unterwasserwelten und entdecke Fische und andere Meerestiere. Hier könnt ihr Koi-Karpfen streicheln oder in gläsernen Tunneln und Aufzügen direkt die Haie an euch vorbeischwimmen sehen. Jedes Aquarium bietet ganz eigene spannende Attraktionen an, in manchen sind auch Reptilien zu sehen.

Hier findet ihr Tipps für euren Ausflug ins Aquarium und beliebte Aquarien im Vergleich.

Ein Kind sitzt vorm Aquarium und beobachtet Fische
© biljana-martinic/unsplash

Erlebnisbad

Ob Rutschen oder Planschen, im Erlebnisbad amüsieren sich große und kleine Wasserratten. An Tagen mit schlechtem Wetter kann das die Rettung für Kinder mit großem Bewegungsdrang sein. Zehnmal auf die große Rutsche und den ganzen Tag schwimmen und toben im Wasser – danach ist sicher jedes Kind müde. Je nach Alter der Kids können sich die Eltern in der Zwischenzeit im Whirlpool oder im Dampfbad entspannen. Macht mit den Kindern dann einen gemeinsamen Treffpunkt und eine Uhrzeit aus. Bei der Verpflegung beachten: Krümel und Essensreste sind im Badebereich natürlich tabu. Legt dafür Pausen ein oder verschiebt das Essen auf danach. Nicht vergessen: Schwimmflügel (bei Bedarf), Taucherbrille und Kleingeld für die Schließfächer.

Indoorspielplatz

Es geht auch etwas günstiger und weniger aufwendig, wenn die Kinder sich bewegen wollen. Bevor drinnen vor Langeweile genörgelt und gestritten wird, könnt ihr kurzerhand zu einem Indoorspielplatz fahren. Hier gibt es jede Menge Rutschen, Klettergerüste und Kletterwände, Hüpfburgen oder Bällebäder. Der Aufenthalt ist zwar für Erwachsene nicht gerade entspannend, denn der Lärmpegel ist in einer Halle voll spielender Kinder natürlich dementsprechend hoch. Dafür sind die Kids wieder gut gelaunt und können sich auspowern. Je nach Anlage gibt es auch Angebote, die Erwachsenen und Kindern gemeinsam Spaß machen können z.B. Trampolinspringen, Go-Kart-Fahren oder Ballsport. Vergesst nicht, Stoppersocken einzupacken!

Kleines Mädchen zeigt auf Weltkugel und Vater hält es an der Hand
© Alinsa/AdobeStock

Kindermuseum

Museum? Klingt wie: Nicht rennen, nicht schreien, nichts anfassen dürfen – also gähnend langweilig. Aber es geht auch anders: In einem Erlebnismuseum speziell für Kinder gibt es nicht nur viel zu sehen, sondern auch auszuprobieren. Rund um Themen wie Mensch, Natur, Technik oder Weltraum können Kinder ab dem Grundschulalter nach Herzenslust herum experimentieren und spielen. Hier gilt es Rätsel zu lösen, Dinosaurierknochen auszugraben oder ein Raumschiff zu fliegen, eine Kugelbahn zu bauen oder selbst Blitze zu erzeugen.

Wenn es kein solches Museum in eurer Nähe gibt, haben auch manche “normalen” Museen je nach Thema Interessantes zu bieten, oft gibt es sogar Kinderführungen und -veranstaltungen. Eine schöne Alternative – aber dann eher für trockenes Wetter – sind Freilichtmuseen und Museumsdörfer, in denen historisch hergerichtete Gebäude erkundet werden können. Kinder erleben so direkt, wie der Alltag in früheren Zeiten gewesen sein könnte.

Hier geht es zu beliebten Kinder- und Erlebnismuseen in Deutschland.

Burgen und Ruinen

Für viele Kinder ist die Ritterburg ein spannendes Thema. Wie haben Menschen früher gelebt? Hinter dicken Mauern verbergen sich Schätze und Geheimnisse, die entdeckt werden wollen, es gibt aufregende Schwertkämpfe und Ritterturniere. Fahrt also einmal auf eine Burg oder Ruine und lasst eurer Fantasie freien Lauf. In speziellen Führungen durch die Gemäuer werden Räume zugänglich, die sonst nicht betreten werden können. Dabei werden die Themen in Familienführungen auch kindgerecht aufbereitet. Für ältere Kinder darf es dann auch schon eine schaurige Nachtwächterführung sein. Oft finden in Burgen oder auf dem Gelände mehrmals im Jahr mittelalterliche Märkte statt, die zu besuchen natürlich bei trockenem Wetter mehr Spaß macht.

Entdecke mit deinen Kindern Burgen und Schlösser in Deutschland.


Was kann ich kostengünstig mit Kindern unternehmen?

Drei Kinder am Lagerfeuer
© daiga-ellaby/unsplash

Waldausflug

Es braucht nicht immer viel Geld und ein umfangreiches Programm für einen gelungenen Ausflug. Oft reicht eine einfache Auszeit in der Natur. Gerade für Kinder, die in der Stadt aufwachsen, kann das eine willkommene Abwechslung sein. Bei einem Spaziergang im Wald können sie fernab der Straßen toben, Verstecken spielen und Baumhöhlen erforschen. Kinder, die gerne sammeln und entdecken, finden hier jede Menge Steine, Zweige und Tannenzapfen, unzählige Insekten und Pflanzen. Erlebnis- und Themenpfade motivieren dabei auf mehreren Stationen mit unterhaltsamen Informationen oder kleinen Spielen und sind noch dazu lehrreich.

Sehr beliebt ist dabei das Thema Märchenwald – hier finden sich auf dem Weg Szenen und Figuren aus beliebten Märchen und Sagen, die von den Kindern entdeckt werden können. Für besonders Naturbegeisterte: In manchen Wäldern wurden spezielle Barfußpfade oder Barfußparks eingerichtet. Dort können Kinder und Erwachsene den Waldboden, Bachläufe, Gras oder Sand direkt unter den Füßen erfühlen.

Erlebniswanderung

Eine Erlebniswanderung erfordert etwas Planung und Vorbereitung. Dafür kostet sie nichts, macht den Kindern Spaß und gibt Raum zum gemeinsamen Kreativsein. Zunächst einmal überlegt ihr euch eine Route – diese sollte sich am Alter der Kinder orientieren, d.h. sie in Bezug auf Wegstrecke, Steigung und Hindernisse nicht überfordern, aber dennoch etwas Abwechslung bieten. Bereite eine Schnitzeljagd vor und platziere Hinweise auf mehreren Stationen des Weges. Für ältere Kids integriere Geo-Caching und halte so die Motivation hoch.

Ein Kind klettert einen Baum herunter
© annie-spratt/unsplash

Unterwegs könnt ihr mit Wanderspielen von platten Füßen ablenken: Klassiker wie “Ich sehe was, was du nicht siehst” oder “Ich packe meinen Koffer” funktionieren nicht nur bei langen Autofahrten ganz gut, sondern vertreiben die Langeweile auch beim Laufen. Mit mehreren Kindern könnt ihre einen kleinen Wettbewerb starten wie z.B. “Wer sammelt die meisten Tannenzapfen”, “Wer entdeckt die meisten Tiere” o.ä. Das Ziel der Wanderung kann ein Streckenhighlight wie z.B. ein Aussichtsplatz sein. Ein gemeinsames Picknick oder Lagerfeuer ist eine tolle Belohnung für alle und nach den gelaufenen Kilometern schmeckt das Stockbrot besonders gut. An vielen Wanderwegen gibt es hierfür eingerichtete Grillstellen.

Abenteuerspielplatz

Wenn die Kinder sich einfach nur mal austoben wollen und der Spielplatz um die Ecke schon langweilig geworden ist, lohnt sich die Fahrt zu einem Abenteuerspielplatz. Hier gibt es riesige Klettergerüste und Rutschen, Piratenschiffe mit Ausguck oder verwinkelte Höhlen zu entdecken. Im Sommer sind auch Wasserspielplätze sehr beliebt – Pfützenspringen, Nassspritzen und Planschen ist hier ausdrücklich erlaubt! Für die Eltern und Begleitpersonen gibt es oft Cafés oder Bistros, um einfach mal entspannen zu können.

Ein Kind schaukelt auf einer Reifenschaukel
© olivia-bauso/unsplash

Was kann ich mit kleinen Kindern unternehmen?

Was du mit deinen Kindern unternehmen kannst, kommt natürlich stark auf deren Alter an. Was im Kindergartenalter spannend ist, kann für Grundschulkinder schon wieder langweilig sein. Wenn du kleine Kinder unter drei Jahren dabei hast, musst du auf ein paar Dinge achten:

  • Wie lange und welche Strecken kann dein Kind schon laufen? Ist es vielleicht besser, einen Buggy mitzunehmen? Wenn ja, ist das Gelände hierfür geeignet bzw. kommst du überall hinein?
  • Für Kleinkinder bieten Laufräder oder Roller eine hohe Motivation, eine längere Wegstrecke zurückzulegen. Richte dich aber darauf ein, dass du diese streckenweise auch tragen musst.
  • Bei Wanderungen über unebenes Gelände kann auch eine Rückentrage oder Kraxe eine gute Alternative zum Buggy sein. Dein Kind hat von oben einen tollen Ausblick und kann sich zwischendurch ausruhen.
  • Kleine Kinder brauchen mehr Pausen und Zeit zum Entdecken und Verweilen. Plane diese Zeit mit ein. Veranstaltungen und Führungen mit engem Zeitplan sind für die ganz Kleinen noch nicht so gut geeignet.
  • Es sollten außerdem genügend Wickelmöglichkeiten oder Toiletten vor Ort sein, je nachdem, wie weit dein Kind mit dem Trockenwerden gerade ist.
Zwei Kinder auf Rollern auf einem Waldweg
© kelly-sikkema/unsplash

Als Ausflugsziele eignen sich Orte, die nicht zu überfüllt sind und an denen sich die Kleinen auch mal frei bewegen können. Die ganze Zeit nur an der Hand laufen oder im Buggy sitzen möchte so gut wie kein Kind. Am schönsten sind Ausflüge in den Wildpark, Tierpark oder Wald, oder bei schlechtem Wetter auch ins Aquarium. Auch ein Besuch auf dem Bauernhof ist ein schönes Erlebnis für die Zwerge.


Veranstaltungen für Kinder

Ein Konzert oder Theaterstück ist immer ein besonderes Erlebnis für Kinder, an das sich alle gern erinnern. Es gibt sehr viele kindgerechte Angebote auch abseits von Kasperletheater und Co. Sicher ist auch in deiner Umgebung was dabei, schau einfach mal rein!

Theater, Konzerte und mehr für Kinder

Suchst du eine Veranstaltung, die du mit Kindern besuchen kannst?

Wähle einfach deinen Ort aus und finde Veranstaltungen in der Umgebung.

So plant ihr euren Ausflug

Vorbereitung

  • Wann geht es los? Der richtige Zeitpunkt
    Die meisten Kinder sind morgens fit, aufnahmefähig und am ehesten zur Kooperation bereit. Aber vielleicht ist es bei deinen Kindern auch der Nachmittag nach einem ausgiebigen Mittagsschlaf? Achte beim Planen auf jeden Fall auf den Tagesrhythmus der Kinder. Sind sie müde und quengeln, macht der Ausflug weder ihnen noch dir Spaß. Womöglich können sie sich sogar verletzen, wenn ihr in unbekanntem Gelände unterwegs seid. Denk bei einem Tagesausflug mit kleinen Kindern daran, einen Buggy oder eine Tragehilfe mitzunehmen.

    Natürlich liegt es nahe, das freie Wochenende für Ausflüge zu nutzen. Informiert euch vorher jedoch gut: Wie voll wird es am Ausflugsziel voraussichtlich sein? Schließlich seid ihr sicher nicht die einzige Familie mit dieser Idee. Auch zu Ferienzeiten ist mit einem höheren Andrang zu rechnen. Falls ihr könnt, nutzt Tage unter der Woche oder auch Randzeiten früh morgens oder am Nachmittag. Ansonsten ist Geduld gefragt. Einen Plan B gibt es mit Kindern, die sich schon auf den Zoo oder das Spaßbad gefreut haben, meistens nicht.

  • Nicht zu viel vornehmen
    Ihr seid angereist, habt Eintritt bezahlt – da liegt es nahe, auch möglichst viel sehen und erleben zu wollen, damit sich der Ausflug lohnt. Doch übertreibe es nicht und mute deinen Kindern nicht zu viel zu. Ihre Aufmerksamkeitsspanne ist deutlich geringer als die von Erwachsenen und das Maximum dessen, was sie an einem Tag an neuen Eindrücken aufnehmen können, schnell erreicht. Schaut euch z.B. im Zoo, Aquarium oder Freizeitpark lieber nur ausgewählte Bereiche an, die ihr vorher gemeinsam aussucht, und kommt dann noch ein zweites Mal her. Ein weiterer Vorteil: Ihr kennt euch dann schon ein wenig aus und könnt schneller ins Geschehen einsteigen, müsst nicht erst Wege oder Toiletten finden und spart so Zeit und Nerven. Kinder sehen sich vieles auch gern mehrmals an, es muss daher nicht jedes Mal ein neues Ziel sein.

    Lasse zwischen den Ausflügen mindestens ein paar Tage vergehen, damit die Kids ihre Eindrücke verarbeiten können. Auch in den Ferien, wenn man am liebsten jeden Tag woanders hinfahren möchte, solltet ihr diese Pausen einhalten. So haben die Kinder mehr Spaß und werden nicht so schnell müde.
Kinder mit Rucksack
© Markus Spiske/unsplash

Checkliste: Was muss mit in den Rucksack?

Ein paar Dinge solltet ihr immer dabei haben – besonders natürlich auf Wandertouren, wo weit und breit kein Supermarkt oder Kiosk ist und nichts nachgekauft werden kann. Aber auch in vielen Parks und Anlagen sind die Einkaufsmöglichkeiten beschränkt oder überteuert.
Daher schaut vor eurem Ausflug mal in unsere Checkliste:

  • Essen und Getränke
  • Pflaster/ Erste-Hilfe-Set
  • Taschentücher
  • Desinfektionsspray oder -tücher
  • Regenjacke, Matschhose und Gummistiefel oder
  • Sonnencreme, Sonnenbrille, Kopfbedeckung (je nach Wetter und Ziel)
  • Picknickdecke oder Handtuch
  • Lupe, Fernglas o.ä.
  • kleine Spiele oder Bilderbücher für Wartezeiten
  • leere Beutel z.B. für unterwegs gesammelte Steine und Zapfen, für nasse Kleidung oder auch für Müll
  • Kleingeld z.B. für Toiletten, Getränke- oder Tierfutterautomaten, Souvenirs

Für kleine Kinder außerdem

  • ggf. Wickelsachen
  • Wechselkleidung
  • Schnuller
  • Regenschutz für den Kinderwagen/ Buggy oder die Trage
  • Kuscheltier

Auch die Kinder können einiges davon in ihren Rucksäcken tragen, achtet dabei aber aufs Gewicht. Während Schulkinder schon ihr eigenes Essen und Trinken, Fernrohr und sonstige Utensilien selbst gut tragen können, hat der Rucksack bei Kleinkindern eher symbolischen Wert und sollte in keinem Fall mehr als 1 kg wiegen. Die Brotdose und das Lieblingskuscheltier passen aber auf jeden Fall hinein.

SOS-Tipps für unterwegs

Bei Ausflügen gibt es zwischendurch immer einmal Wartezeiten, sei es bei der Anreise, an Eintrittsschlangen oder bevor Veranstaltungen beginnen. Nicht selten werden Kindern auch Wege zu weit und sie beginnen sich zu langweilen. Mit diesen Tipps könnt ihr vorbeugen und gegensteuern, wenn die Stimmung zu kippen droht:

  • Nehmt ein paar Kleinigkeiten zur Beschäftigung mit. Pixibücher oder ein Kartenspiel passen in jede Tasche und können meist schon eine ganze Zeitlang ablenken.
  • Stelle den Kindern unterwegs Aufgaben: Wer entdeckt zuerst etwas Gelbes, etwas Rotes, eine bestimmte Pflanze oder einen Pilz? Oder spielt einmal “Ich sehe was, was du nicht siehst” und erratet, was der andere entdeckt hat.
  • Zähl doch mal: Wie viele schwarz-weiße Kühe, rote Autos oder Menschen mit weißen Schuhen begegnen euch?
  • Lass im Wald oder im Zoo die Kinder einmal lauschen und Tierstimmen erkennen. Wer hört den Specht? Quakt da eine Ente? Wie klingt eine Grille?
  • Gedächtnis-, Wort- und Ratespiele lenken von Wartezeiten und langen Wegstrecken ab.
    • Wortkette: Denk dir ein zusammengesetztes Wort aus und die Kinder müssen es weiterspinnen z.B. Taucherbrille - Brillenglas - Glasscheibe - Scheibenkleister etc.
    • Ich packe meinen Koffer: Hier packt jeder einen neuen Gegenstand in seinen Koffer und die anderen müssen sich alle merken und aufzählen. “Ich packe meinen Koffer und nehme mit: einen Kompass” “Ich packe meinen Koffer und nehme mit: einen Kompass und Schwimmflossen” usw.
    • Wer bin ich: Wer dran ist, denkt sich ein Tier oder eine bekannte Figur aus Film und Fernsehen aus und die anderen müssen diese durch Fragen erraten. Die Fragen dürfen jedoch nur mit “ja” oder “nein” beantwortet werden.
  • Auch gemeinsames Singen macht Freude. Lasst die Kinder entscheiden, was ihnen gerade gefällt, es muss nicht “Das Wandern ist des Müllers Lust” sein.

Wenn alles nichts hilft, ist es aber auch manchmal das Beste, den Heimweg anzutreten. Das ist nicht schlimm und ihr versucht es einfach ein andermal. Setz dich nicht unter Druck und lass dich vor allem auch von spontanen Planänderungen nicht stressen, denn die gibt es mit Kindern immer! Vielleicht ist der große Ausflug schon lang geplant und die Kids wollen dann doch nur auf den Spielplatz um die Ecke. Ärger dich nicht und bleib einfach locker. Das Wichtigste bei eurem Ausflug ist, dass ihr gemeinsam Zeit verbringt.