TOP 01: Der Kölner Dom

Der Kölner Dom ist das Wahrzeichen von Köln und der Mittelpunkt der Stadt. Zahlreiche Touristengruppen besuchen tagtäglich die Kathedrale und gleichzeitig Weltkulturerbe. Aber auch die Bewohner Kölns und Umgebung lieben den Anblick – der Dom gehört nun mal zur Stadt am Rhein. Schon allein wegen der verschiedenen Bauphasen und ereignisreichen Vergangenheit ist der Dom eines der interessantesten Bauwerke.

Blick aus Deutz auf den Kölner Dom
© glenn-carstens-peters/unsplash

Der architektonische Bau

Schon im vierten Jahrhundert stand auf der Stelle des heutigen Domes ein christlicher Sakralbau. Der erste Kirchenbau, von dem sein Aussehen bekannt ist, war der 870 vollendete karolingische Dom. Nachdem die Reliquien der Heiligen Drei Könige 1164 von Mailand nach Köln gebracht worden waren, war der Dom nicht mehr nur Amtskirche des Kölner Erzbischofs, sondern wurde eine der bedeutendsten Wallfahrtskirchen Europas. Hieraus entstand die Notwendigkeit einer Veränderung der architektonischen Form. Daher entschlossen sich die Kölner zu einem monumentalen Neubau im Stil der französischen Gotik. Dieser Baustil trat damit seinen Siegeszug durch Europa an. Der Grundstein des heutigen Kölner Doms wurde 1248 unter Erzbischof Konrad von Hochstaden gelegt.

Der Weiterbau

Meister Gerhard entwarf den Bau in starker Anlehnung an die Kathedralen von Amiens, Paris und Straßburg. Schon 1322 konnte der Chor eingeweiht werden. Unverzüglich begab man sich an die Errichtung des Südturmes, doch nach 90 Jahren wurden die Arbeiten bei 56 m Höhe abgebrochen.1560 ließ das Domkapitel alle Baumaßnahmen – vermutlich aus finanziellen Gründen – einstellen. Jahrhundertelang prägte ein Baukran auf dem Südturm das Stadtbild. 1794 wurde der Dom von den napoleonischen Truppen als Pferdestall und Lagerhalle missbraucht.

Im Jahr 1841 gründeten Kölner Bürger auf Veranlassung von König Friedrich Wilhelm IV. den "Zentralen-Dombau-Verein" und schon 1842 legte der preussische König den Grundstein für den Weiterbau des Bauwerks. Keine 40 Jahre später, im Jahr 1880, war die Kathedrale mit Hilfe moderner Technik vollendet. Der Dom galt als nationales Denkmal und sollte die deutschen Katholiken mit dem staatstragenden preußischen Protestantismus aussöhnen.

Im Jahr 1943 erlebte der Dom, getroffen von britischen Bomben, seine schwersten Stunden. Das Bauwerk hielt den Erschütterungen stand, nach dem Krieg mussten aber etliche Schäden repariert werden.

Der Dom heute

Zahlreiche Touristen besuchen täglich die Kathedrale. Manche von ihnen nehmen auch den harten Weg auf sich und steigen sogar hoch bis zum Turm. Der Weg lohnt sich, denn der Ausblick ist toll. Allerdings musst du dich auf 533 Stufen bis zur Turmspitze einstellen. Es empfehlt sich, den Aufstieg in den früheren Morgenstunden zu machen, da es tagsüber sehr voll wird und die Treppe sehr eng ist. Aber auch das Innere der Kathedrale, das Kirchenschiff, ist schon einen Besuch wert. Die Fensterfläche mit einer Größe von ca.10.000m² ist ein unglaublicher Anblick, vor allem, wenn die Sonnenstrahlen hineinscheinen. Die Mosaik-Fenster ergeben einen tollen Lichteffekt.
Aber auch außerhalb der regulären Besuchszeiten solltest du mal schauen, ob nicht ein öffenlticher Gottesdienst oder ein Konzert ansteht, denn auch die Akustik ist eine ganz besondere.


Öffnungszeiten:

November bis April:
täglich von 6:00 bis 19:30 Uhr
Mai bis Oktober:
täglich von 6:00 bis 21:00 Uhr

Anschrift:

Dom zu Köln
Trankgasse 4
50667 Köln
Telefon: 0221-17940400
E-Mail: dompropstei@metropolitankapitel-koeln.de

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